Swiss Olympic fordert Perspektiven für den Sport

19.03.2021

Ittigen, 19. März 2021. Swiss Olympic bedauert, hat sich der Bundesrat heute vorerst auch gegen weitere Öffnungsschritte für den Sport entschieden. Die Sportlerinnen und Sportler in unserem Land brauchen nun rasch eine Perspektive. Swiss Olympic wird sich bei den Behörden entschlossen für eine solche Perspektive einsetzen. Dazu gehört, dass bald auch im Breitensport wieder Wettkämpfe möglich sind.

Aus Sicht des Schweizer Sports ist es enttäuschend, hat der Bundesrat die auf den 22. März in Aussicht gestellten Lockerungen heute nicht bestätigt. Somit dürfen Erwachsene weiterhin nicht drinnen trainieren, und Veranstaltungen können nicht einmal vor sehr kleinem Publikum stattfinden. Bei aller Rücksicht auf die aktuelle epidemiologische Situation hatte Swiss Olympic von der Landesregierung vom heutigen Entscheid gewisse Perspektiven für den Sport in unserem Land erwartet.

Solche Perspektiven benötigen die Sportlerinnen und Sportler jedoch unbedingt – und zwar möglichst rasch. Nach einem Jahr mit der Pandemie zeigt sich deutlich, dass das Fehlen der Sportaktivitäten und des Vereinslebens vielen Menschen auf die physische und psychische Gesundheit schlägt. Mit baldigen Lockerungen für den Sport könnte der Bundesrat die Voraussetzungen der Bevölkerung auf körperliches und geistiges Wohlbefinden deutlich verbessern. «Um nach der Krise wieder in Schwung zu kommen, braucht die Gesellschaft Menschen, die körperlich und geistig fit sind. Für beides schafft der Sport die entsprechenden Bedingungen und wird daher auf dem Weg zurück zur Normalität eine wichtige Rolle einnehmen», sagt Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl.

Auch der Breitensport lebt von Wettkämpfen
Swiss Olympic wird daher die Erwartungen und Forderungen des Sports im Hinblick auf die notwendigen, hoffentlich bald erfolgenden Öffnungsschritte erneut bestimmt einbringen und konsequent vertreten. Ein wichtiges Anliegen für den organisierten Sport ist, neben generellen Lockerungen für den Trainingsbetrieb, dass in Sportarten, bei denen die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind, schon bald auch im Breitensport wieder Wettkämpfe stattfinden können. «Für die grosse Anzahl Breitensportlerinnen und Breitensportler ist es wichtig, sich nach über einem Jahr wieder an Wettkämpfen zu treffen, sich zu messen und Kontakte zu pflegen. Auch die Vereine und ihre ehrenamtlich tätigen Mitarbeitenden blühen bei der Organisation von Wettkämpfen auf», sagt Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl. 

Bei den Überlegungen der Behörden muss daher auch im Sportbereich – kohärent zu den anderen Branchen und Bereichen der Gesellschaft – die Devise lauten: «Das machen und umsetzen, was möglich ist.» So ist die Durchführung von Wettkämpfen in Sportarten ohne Körperkontakt, draussen auf einem grossflächigen Areal, grundsätzlich möglich und epidemiologisch unbedenklicher; natürlich unter Anwendung der bereits im letzten Jahr erarbeiteten, bewährten und akzeptierten Schutzkonzepte und ohne oder mit sehr eingeschränktem Publikumsbesuch.

Swiss Olympic erwartet möglichst bald einen entsprechenden Entscheid des Bundesrats. Er würde bei Verbänden, Vereinen, Veranstaltern, Sportlerinnen und Sportlern für die notwendige Planungssicherheit und auch zusätzliche Motivation sorgen.

Swiss Olympic ist überzeugt, dass der Sport mit der entsprechenden Verantwortung, welche die geforderten Öffnungsschritte und Perspektiven mit sich bringen, umzugehen weiss.