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Schweizer Erfolge: Qualifikationen im Curling und Eishockey, Diplome im Bob und Biathlon

Mit den Halbfinaleinzügen im Curling und zwei Diplomen im Zweierbob und in dem Biathlon Staffel war es ein positiver Tag für die Schweiz. Auch das Eishockey Team setzte mit dem 3:0 Sieg ein wichtiges Zeichen.

Schwaller und Co. im Halbfinale, fünfter Sieg der Schweizerinnen

Yannick Schwaller, Benoît Schwarz‑van Berkel, Pablo Lachat‑Couchepin und Sven Michel bestätigen immer deutlicher ihre Rolle als Topfavoriten des Turniers. Am Abend setzten sie sich souverän mit 8:4 gegen Deutschland durch und kontrollierten die Partie von Beginn an. Bereits zuvor gegen Schweden hatten die Schweizer nach einem 4:0‑Start nach zwei Ends kaum Zweifel aufkommen lassen, auch als die Skandinavier im 6. End auf 6:4 herankamen. Ein Dreierhaus im darauffolgenden End brachte ihnen wieder einen Fünf‑Punkte‑Vorsprung ein und zwang die Schweden zur Aufgabe.

Im Frauenturnier feierte das Schweizer Team einen wertvollen Sieg gegen Südkorea.
Der CC Aarau ist damit auf gutem Weg, sich für die Halbfinals zu qualifizieren.
Skip Silvana Tirinzoni, Selina Witschonke, Carole Howald und Alina Pätz übernahmen dank eines Dreierhauses im 2. End früh die Führung. Mit einem entscheidenden Zweierhaus im 9. End stellten die Schweizerinnen auf 7:4 und machten den Sieg im letzten End perfekt.

Zweierbob: Olympisches Diplom für Vogt und Ndiaye

Als bestes Schweizer Duo belegten Michael Vogt und David Amadou Ndiaye im Zweierbob den 6. Platz. Bereits nach den ersten beiden Läufen am Vortag lagen die drei Schweizer Bobs deutlich hinter den Podestplätzen zurück, und auch am Dienstag gelang es ihnen nicht, den Rückstand auf die Spitze aufzuholen. Das Duo Vogt/Ndiaye beendete die vier Läufe in 3'42''60, 1''08 hinter der dritten Podeststufe.

Die beiden weiteren Schweizer Schlitten in diesem Finale klassierten sich ausserhalb der Top 10. Timo Rohner und Anschieber Tim Annen wurden 14., mit 2''29 Rückstand auf das Podium, während das Duo Cedric Follador/Luca Rolli den 15. Platz belegte.

Biathleten laufen in der Staffel unter die besten Acht

Die Schweizer Biathlon-Staffel der Männer erreicht in Antholz einen Diplom-Rang. Mit gut zweieinhalb Minuten Rückstand auf das siegreiche Quartett aus Frankreich resultiert der 8. Platz. Lange sah es für die Schweiz sogar nach einer noch besseren Klassierung aus: Sebastian Stalder und Joscha Burkhalter zeigten ansprechende Leistungen, sodass Jeremy Finello an fünfter Stelle liegend übernehmen konnte. Dem Genfer unterliefen jedoch fünf Fehlschüsse – und damit zwei Strafrunden. Diese warfen die Schweiz zwischenzeitlich auf den 10. Rang zurück. Schlussläufer Niklas Hartweg konnte dann in der letzten Ablösung noch einige Ränge gut machen und der Schweiz das nächste Diplom sichern.

Schweiz schlägt Italien 3:0 – und trifft nun auf Finnland

Das Schweizer Eishockey-Nationalteam gewinnt am Dienstag das Playoff-Spiel gegen Italien mit 3:0. Philip Kurashev eröffnete das Skore nach 79 Sekunden, Roman Josi (im Powerplay) doppelte nach zehn Minuten mit dem 2:0 nach. Nach diesem gelungenen Start liessen die Schweizer etwas nach und schalteten einen Gang runter. Erst in der 46. Minuten folgte der nächste Treffer: Nico Hischier erzielte in der 46. Minute das 3:0 und damit sein erstes Tor an diesen Olympischen Spielen. Hischier hatte zuvor schon die ersten beiden Schweizer Treffer vorbereitet. In der Folge änderte sich nichts mehr am Spielstand und dem souveränen Sieg, bei dem Torhüter Leonardo Genoni schon zum zweiten Shutout im Turnier kam. Am Mittwochabend (18:10 Uhr) treffen die Schweizer nun im Viertelfinal auf Finnland, den Olympiasieger von 2022.

Keine Aerials-Qualifikationen am Dienstag

Noé Roth, Pirmin Werner und Lina Kozomara müssen sich vor ihrem ersten Olympia-Einsatz gedulden. Die Qualifikationen für die Aerials-Finals mussten am Dienstag wetterbedingt verschoben werden. Die Ersatzdaten sind noch offen. Auch der am Dienstagnachmittag angesetzte Slopestyle-Final der Frauen (ohne Schweizer Beteiligung) wurde vertagt.

Eiskunstlauf: Repond und Kaiser nach Kurzprogramm weit zurück

Kimmy Repond und Livia Kaiser belegen nach dem Kurzprogramm die Plätze 21 und 23. Damit schaffen beide Schweizer Eiskunstläuferinnen den Cut für die Kür am Donnerstag.

Repond zeigte ein solides Programm und erhielt für ihren Auftritt 59,20 Punkte. Dass die 19-jährige Baslerin in Mailand ihr Potenzial nicht vollends abrufen konnte, zeigt die Tatsache, dass ihre Bestmarke bei 68,68 Punkten liegt, aufgestellt an der EM im Vorjahr.

Kaiser musste aufgrund eines Sturzes einige Punktabzüge verkraften und blieb deutlich unterer ihrer Bestleistung von 66,31 Punkten. Die 21-jährige Thurgauerin belegt nach dem Kurzprogramm mit lediglich 55,69 Punkten den 23. Rang und überstand den Cut nur knapp.

(sda/soa)

Alle Einsätze und Resultate der Schweizer Delegation sind auf der Website von Swiss Olympic zu finden.

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17.
Februar
2026