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Das Schweizer Zwischenfazit fällt positiv aus

Der Schweizer Chef de Mission Ralph Stöckli lobt zur Halbzeit der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 die Leistungen der Athletinnen und Athleten des Swiss Olympic Team und die Arbeit des Organisationskomitees.

Sieben Schweizer Medaillen waren es zum Zeitpunkt, als Ralph Stöckli im «House of Switzerland» in Cortina seine Zwischenbilanz zog - neun sollten es zwei Stunden später sein. Damit ist das Swiss Olympic Team im Soll und auf Kurs auf ähnlich viele Medaillen wie vor vier Jahren in Peking (15). Stöckli strich bei seiner Analyse natürlich die alpinen Männer heraus, die für die mit Abstand meisten Medaillen sorgten, aber auch Mathilde Gremaud. Die Freeskierin aus dem Kanton Freiburg feierte mit Gold im Slopestyle ihre vierte Olympia-Medaille. «In jedem Wettkampf, zu dem sie auf der olympischen Bühne gestartet ist, stand sie auf dem Podest. Welche Leistung!», zeigte sich Stöckli beeindruckt.

Deschwandens Bronzemedaille als Überraschung

Allgemein gab es die Podestplätze da, wo man sie erwartet hatte. Die überraschendste Medaille war sicher die bronzene von Skispringer Gregor Deschwanden. Stöckli wies auch darauf hin, wie unterschiedlich 4. Plätze bewertet werden können. «Nadja Kälin im Langlauf oder Snowboarderin Noémie Wiedmer konnten sich über dieses Ergebnis freuen, bei Andri Ragettli oder Marco Odermatt war es aus Sicht der Athleten eine Enttäuschung.»

Ein grosses Lob hatte der Schweizer Chef de Mission für die italienischen Organisatoren. Die Eröffnungsfeiern seien sehr stimmungsvoll gewesen, und die Organisation an den einzelnen Wettkampforten hervorragend. Viel war im Vorfeld vom dezentralen Konzept mit sechs verschiedenen Austragungsorten gesprochen worden. «Die Zwischenbilanz fällt überraschend positiv aus.»

Die Infrastruktur vor Ort sei von hoher Qualität. «Die bestehenden Kompetenzen an den bewährten Wettkampfstätten sind hoch, das ist ein Schlüssel zum Erfolg.» Das seien schliesslich die Erwartungen der Athleten, dass sie «einen top organisierten Wettkampf vorfinden». Dass es dabei zum Teil Abstriche beim Olympiagefühl gebe, weil nicht alle am gleichen Ort sind, müsse dabei in Kauf genommen werden. «Das wissen die Sportler.» Gleichzeitig sei es eine Herausforderung, den Teamspirit mit diesen dezentralen Standorten hochzuhalten», gibt Stöckli zu. «Ich erlebe aber seit sieben Tagen jeden Tag Gänsehaut-Gefühle.»

(sda/soa)

14.
Februar
2026