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Noémie Wiedmer glänzt, Curler bleiben unbesiegt

Ein starker Tag für die Schweiz: Noémie Wiedmer verpasste im Snowboardcross das Podest als Vierte nur knapp, während die Curling‑Teams ihre Ungeschlagenheit bewahrten. In Biathlon, Langlauf, Skeleton und Eiskunstlauf resultierten solide Auftritte und stabile Top‑Resultate.

Noémie Wiedmer brilliert mit Rang 4 im Snowboardcross

Wenig fehlte und die Schweiz hätte am Freitag die nächste Medaille bejubeln können: Im Snowboardcross sorgte Noémie Wiedmer für Furore, landete am Ende aber auf dem undankbaren vierten Rang. Die erst 18-Jährige überzeugte bereits am Morgen im Qualifikationslauf mit der drittschnellsten Zeit. Am Nachmittag setzte sich Wiedmer im Achtel-, Viertel und Halbfinale souverän durch und fuhr im Finale lange um die Medaillen mit. Als Erste gestartet fiel die Berner Oberländerin im Finallauf aber noch zurück und verpasste den dritten Rang nur ganz knapp. Dennoch darf Noémie Wiedmer stolz sein auf eine fantastische Leistung, die ganz hoch einzustufen ist.

Für die weiteren Schweizerinnen endete der Wettkampf bereits früher: Aline Albrecht und Anouk Dörig mussten im Achtelfinale die Segel streichen, Sina Siegenthaler schied im Viertelfinale aus.

Curling: Schweizerinnen und Schweizer weiterhin ungeschlagen

Die beiden Schweizer Quartette setzten am Freitag in Cortina ihren hervorragenden Start ins olympische Curling-Turnier fort. Die Männer besiegten nacheinander Tschechien (7:3) und China (9:7), während die Frauen China mit 7:5 schlugen.

Das Quartett des CC3C Genève hatte am Freitagabend Mühe, seine Ungeschlagenheit zu bewahren. Gegen die Chinesen erzwang die Genfer Mannschaft die Entscheidung, indem sie in den letzten beiden Ends jeweils einen Stein «stahl». Am Morgen hatte sie hingegen die Tschechen, die nach dem achten End das Handtuch warfen, völlig dominiert.

Die Schweizerinnen bestreiten am Samstag nur ein Spiel gegen die Kanadierinnen.

Auch der CC Aarau mit der erfahrenen Silvana Tirinzoni konnte am Nachmittag die chinesische Falle umgehen. In einem ausgeglichenen Spiel machten Alina Pätz, Carole Howald, Selina Witschonke und Tirinzoni im siebten End den Unterschied, indem sie einen taktischen Fehler der Chinesinnen ausnutzten und einen Dreier erzielten. Sie bestreiten ihre dritte und vierte Partie am Samstag gegen Japan und Kanada.

Starke Schweizer Team-Leistung im Biathlon-Sprint

Auch den Schweizer Biathleten gelang am Freitag im Sprint über 10 Kilometer ein formidabler Auftritt. Mit Joscha Burkhalter (14.), Sebastian Stalder (15.) und Niklas Hartweg (17.) lief ein Schweizer Trio geschlossen unter die besten 20 und brachte sich so auch in eine hervorragende Ausgangslage für den Verfolgungswettkampf am Sonntag. Einzig für Jeremy Finello verlief der Sprint nicht wunschgemäss: Vier Fehler am Schiesstand warfen den Genfer weit zurück, sodass am Ende nur Rang 76 herausschaute. <b></b>

Langlauf: Beda Klee über 10 Kilometer Skating bester Schweizer

Am Freitag standen in Tesero im Val di Fiemme die Schweizer Langläufer Noe Näff, Beda Klee und Nicola Wigger im Einsatz. Beim Sieg Norwegers Johannes Klaebo über 10 km mit Einzelstart im Skating-Stil verpasste die Schweizer Equipe die Top 20 knapp. Bester der drei Schweizer Teilnehmer war am Ende der Toggenburger Beda Klee, der den 21. Rang belegte. Der Zürcher Oberländer Nicola Wigger folgte auf Platz 24, dem Engadiner Noe Näff blieb Rang 59.

Eiskunstlauf: Britschgi wird 14.

Lukas Britschgi muss sich an den Olympischen Spielen in Mailand-Cortina mit dem 14. Platz begnügen, weit entfernt von der erhofften Top‑8‑Platzierung. Nach einem enttäuschenden Kurzprogramm zeigte Lukas Britschgi im Kürprogramm eine starke Reaktion. Der bald 28‑jährige Schaffhauser verpatzte jedoch die letzten beiden Sprungelemente seines Programms, nachdem er zu Beginn seiner Kür beide geplanten Vierfachsprünge sauber gestanden hatte.

Skeleton: Platz 15 für Vinzenz Buff

Der Schweizer Skeletoni Vinzenz Buff, beendete den Olympia-Wettkampf auf Platz 15. Der Engadiner aus St. Moritz verbesserte sich am zweiten Tag in den Läufen 3 und 4 um eine Position und erfüllte damit haargenau seine persönliche Zielsetzung.

Buff steigerte sich in allen vier Läufen bei seinen Startzeiten und brachte vier solide Läufe nach unten.

Der Schweizer nahm erstmals an Winterspielen teil. Er denkt in grossen Zielen und will sich während der Olympiade bis zu den nächsten Winterspielen in vier Jahren der Weltspitze annähern.

Eishockey: Die Schweiz mit einer ehrenvollen Niederlage gegen Kanada

Die Schweizer Männermannschaft musste sich Kanada mit 1:5 geschlagen geben – ein etwas zu deutliches Resultat trotz einer insgesamt ansprechenden Leistung. Die Schweiz startete gut in die Partie, erspielte sich mehrere gefährliche Chancen und zeigte phasenweise, dass sie mit dem hohen Tempo des Gegners mithalten kann. Ein Schuss an den Pfosten hätte dem Spielverlauf eine neue Wendung geben können. Gleichzeitig wurde jede kleine Ungenauigkeit sofort bestraft, da die Kanadier in den entscheidenden Momenten äusserst effizient agierten. Das hohe Spieltempo und die physische Intensität forderten die Schweizer bis zum Schluss. Nächster Gegner: Tschechien am Sonntag.

(sda/soa)

Alle Einsätze und Resultate der Schweizer Delegation sind auf der Website von Swiss Olympic zu finden.

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13.
Februar
2026