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Keine Einzelglanzpunkte, aber Teams überzeugen

Auch wenn die Schweizer Athletinnen und Athleten in den Einzelwettkämpfen ohne Topresultate blieben, überzeugten die Teams auf ganzer Linie. Die Curlerinnen starteten souverän ins Turnier, die Eishockey-Nati gewann ihren Auftakt in Mailand klar, und die Curler krönten den Tag mit einem deutlichen Sieg – ein eindrucksvoller Beweis für die Schweizer Teamstärke.

Curling: Zwei Spiele, zwei Siege

Die Schweizer Teams sind perfekt ins olympische Curlingturnier gestartet. Silvana Tirinzoni und Co. setzten sich am Donnerstag in Cortina klar mit 7:4 gegen Italien durch, während die Männer später am Tag die USA problemlos mit 8:3 bezwangen.

Das Schweizer Frauenteam erwischte einen Auftakt nach Mass. Selina Witschonke, Carole Howald, Skip Silvana Tirinzoni und Alina Pätz besiegten Italien mit 7:4. Das Quartett zeigte eine sehr saubere Leistung zum Turnierstart. In den kommenden Partien treffen die Schweizerinnen am Freitag auf China und am Samstag auf Japan sowie Kanada.

Am Nachmittag überzeugte auch das Team Genève von Benoît Schwarz-van Berkel zum Auftakt des Turniers. Dank eines Dreiers im 6. End, gefolgt von einem Zweierhaus im 7. End, feierten die Schweizer einen deutlichen 8:3‑Erfolg gegen das US‑Team. Nach der EM‑Silbermedaille dürfen Pablo Lachat, Sven Michel, Benoît Schwarz-van Berkel und Skip Yannick Schwaller im olympischen Turnier berechtigte Ambitionen hegen. Nächster Gegner ist am Freitag Tschechien.

Eishockey-Nationalteam gewinnt in Mailand das erste Spiel des Olympia-Turniers

Was für ein Auftakt! Die Schweizer starten furios in die Partie. Sie spielen glänzend und führen nach 186 Sekunden 2:0. Damien Riat brachte die Schweiz nach 55 Sekunden im ersten Überzahlspiel in Führung. Und nach drei Minuten erhöhte Verteidiger Janis Moser von den Tampa Bay Lightning mit einem Solo auf 2:0.

Die spielerische Klasse der Schweizer führte auch immer wieder zu Torchancen für das Team von Patrick Fischer. Aber so locker, so einfach und so leicht wie in der Startphase fiel den «Eisgenossen» das Hockey-spielen erst wieder im Finish: Timo Meier verbesserte mit zwei Goals in den letzten zehn Minuten die Ausgangslage markant.

Am Freitagabend folgt gegen Kanada der erste Härtetest.

Skeleton: Vinzenz Buff zur Halbzeit auf Platz 16

Vinzenz Buff liegt nach zwei der vier Läufe im Skeleton-Wettbewerb der Olympischen Spiele von Mailand-Cortina auf dem 16. Rang. Der 24‑jährige Bündner weist einen Rückstand von 2,20 Sekunden auf den britischen Leader Matt Weston auf. Die dritten und vierten Läufe sind für Freitagabend vorgesehen.

Super-G: Die Schweizer über eine Sekunde zurück

Die Schweizerinnen waren nur phasenweise schnell und konnten vom grossen Anzahl Ausfällen nicht profitieren. Malorie Blanc, die den olympischen Super-G eröffnen durfte, belegte mit 1,24 Sekunden Rückstand den 10. Platz. Gleich hinter ihr klassierte sich Corinne Suter (11.), die im ersten Sektor noch die klar beste Zeit gefahren war. Delia Durrer, die als Ersatz für die am Knie verletzte Jasmine Flury nominiert wurde und ihr Olympiadebüt gab, erreichte Rang 17. Janine Schmitt hingegen schied aus.

Langlauf: Schweizer Frauen verpassen die Top Ten

Nadja Kälin, die im Skiathlon mit Platz 4 brilliert hatte, gelang kein zweiter Exploit. Nach einem verhaltenen Start drehte sich zum Schluss noch auf und fing Nadine Fähndrich ab, die mit einer ansprechenden Leistung ihren Frust aus dem Sprint verarbeitete. Die beiden Frauen klassierten sich auf Platz 14 und 16. Dies mit einer Minute Rückstand auf den Bronzeplatz. Marina Kälin als 23. verlor rund 20 Sekunden auf ihre Teamkolleginnen. Lea Fischer beendete das Rennen im 52. Rang.

Viertelfinal-Out für Kalle Koblet

Kalle Koblet gelingt im Boardercross nicht wie erhofft der Vorstoss in die Top 10. Der Winterthurer scheitert in den Viertelfinals und klassiert sich im 14. Rang.

Koblet überstand den Auftakt in die K.o.-Runde souverän, doch in den Viertelfinals misslang ihm der Start und er blieb an einem Hindernis hängen; seine drei Kontrahenten - und damit auch die Chance auf den Halbfinalvorstoss - waren entschwunden. Dem Junioren-Weltmeister von 2017 bleibt mit dem Mixed-Wettkampf am Sonntag eine zweite Startgelegenheit.

(sda/soa)

Alle Einsätze und Resultate der Schweizer Delegation sind auf der Website von Swiss Olympic zu finden.

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12.
Februar
2026