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Franjo von Allmen schreibt Geschichte! Schweizer Team mit durchmischten Leistungen

Franjo von Allmen schreibt Schweizer Wintersportgeschichte: Mit drei Goldmedaillen in fünf Tagen zählt der Berner Oberländer zu den erfolgreichsten Schweizer Sportlern an Winterspielen. Marco Odermatt ergänzt seine Sammlung mit Bronze im Super-G und Biathletin Lea Meier überzeugt bei ihrem Olympia-Debüt mit Rang 7. In der Halfpipe blieben die Schweizer Athlet*innen hinter den Erwartungen und konnten sich nicht für das Finale qualifizieren.

Gold-Hattrick für von Allmen, Bronze für Odermatt

Franjo von Allmen ist der Mann der Stunde bei den Olympischen Spielen. Der 24-jährige Berner Oberländer gewinnt nach Gold in Abfahrt und Team-Kombination in Bormio auch den Super-G und schreibt mit drei Siegen in fünf Tagen Schweizer Sportgeschichte. Noch nie zuvor hat ein*e Schweizer*in an denselben Winterspielen dreimal Gold geholt. Auf der Stelvio zeigte von Allmen nach gewohnt energischem Start eine dynamische Fahrt. Im Ziel lag er 13 Hundertstel vor dem Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, doch er konnte sich seinen Triumph noch nicht sicher sein. «Ich hätte nach meiner Fahrt nicht gedacht, dass ich nach 15 Fahrern noch vorne bin», sagte er. Marco Odermatt sicherte sich mit Rang 3 die Bronzemedaille. Nach Gold vor vier Jahren in Peking im Riesenslalom und Silber in der Team-Kombination am vergangenen Montag ist es für ihn bereits die dritte Olympia-Medaille. Auch die weiteren Schweizer zeigten starke Leistungen: Stefan Rogentin fuhr auf den 9 Rang, und Alexis Monney belegte Platz 10.

Biathletin Lea Meier brilliert im Einzel-Rennen als Siebte

Im Einzel-Rennen über 15 km zeigte Lea Meier eine starke Leistung. Die Bündnerin traf 19 von 20 Scheiben und wusste auch auf der Loipe zu überzeugen. In der Endabrechnung resultierte bei ihren ersten Olympischen Spielen der hervorragende 7. Platz. Damit erzielte sie ihr bisher wertvollstes Karriereergebnis. Die weiteren Schweizerinnen schafften keinen ähnlichen Exploit. Aita Gasparin wurde 35., Amy Baserga 39. und Lena Häcki-Gross 42.

Isabelle Lötscher verpasst den Halfpipe-Final

Isabelle Lötscher hat den Einzug in den Halfpipe-Final verpasst. Mit 48,50 Punkten lag die 21-jährige Zürcherin nach dem ersten Run auf Zwischenrang 14. Sie konnte sich jedoch nicht mehr steigern und belegte schlussendlich Rang 16, womit sie nicht zu den besten zwölf Fahrerinnen gehörte, die am Donnerstagabend um die Medaillen kämpfen.

Halfpipe-Final der Männer auch ohne Schweizer Beteiligung

Am nächsten an den Top 12 war Jonas Hasler. Der 19-jährige Bündner zeigte bei seiner Olympia-Premiere zwei ansprechende Leistungen. Am Ende fehlten ihm 7,75 Punkte für den Final. David Hablützel, der vor zwölf Jahren in Sotschi als Fünfter ein olympisches Diplom gewann, klassierte sich auf Rang 17. Mischa Zürcher stürzte in beiden Durchgängen, wobei der 17-jährige Appenzeller vor allem bei seinem zweiten Run bis zum Missgeschick gut unterwegs war. Jan Scherrer trat nicht zur Qualifikation an. Der 31-jährige Bronzemedaillengewinner von Peking entschied nach einem Sturz im Training, den Wettkampf auszulassen. Scherrer erlitt gemäss Mitteilung von Swiss-Ski eine leichte Gehirnerschütterung.

(sda/soa)

Alle Einsätze und Resultate der Schweizer Delegation sind auf der Website von Swiss Olympic zu finden.

11.
Februar
2026