Freeskier Andri Ragettli muss sich, wie bereits vor vier Jahren in Peking, im Slopestyle-Final mit Rang 4 abfinden. Bei schwierigen Sichtverhältnissen startete der Bündner zwar gut in das Finale der zwölf Besten. Doch während er sich nach dem ersten von drei Runs nicht mehr steigern konnte, verdrängten ihn Birk Ruud (NOR), Alex Hall (USA) und Luca Harrington (NZL) von den Podesträngen. Kim Gubser, der zweite Schweizer Finalist, klassierte sich nach zwei missglückten Runs und einem verpassten Grab im letzten Sprung des dritten Runs auf dem 10. Rang.
Schweizer Delegation ohne Edelmetall, dafür drei weitere Diplome
Ragettli landet im Slopestyle erneut auf dem 4. Platz
Ski Alpin: Die Schweizerinnen bleiben in der Team-Kombination ohne Medaille
Nach dem Doppelsieg der Männer in der Team-Kombination am Vortag konnten die Frauen in derselben Disziplin am Dienstag nicht ganz an diese Leistungen anknüpfen. Nach der Abfahrt bereits arg zurückgebunden, zeigten Wendy Holdener (im Team mit Jasmine Flury) und Camille Rast (im Team mit Corinne Suter) im Slalom zwar starke Läufe, mit denen sie noch einige Ränge aufholten. Mehr als der 6. Rang für Jasmine Flury/Wendy Holdener respektive der 9. Rang für Corinne Suter/Camille Rast lagen aber nicht mehr drin. Mélanie Meillard (im Team mit Janine Schmitt) und Eliane Christen (im Team mit Delia Durrer) schieden in der Entscheidung aus.
Natalie Maag verpasst Olympiadiplom im Einsitzer-Rodeln erneut knapp
Wie schon vor vier Jahren bei den Olympischen Winterspielen in Peking klassiert sich die Rodlerin aus dem Zürcher Oberland wieder auf dem 9. Schlussrang. Den achten Platz und damit ein Olympiadiplom verpasste sie um rund zwei Zehntelsekunden.
Lukas Britschgi muss sich im Kurzprogramm mit Platz 19 begnügen
Britschgi patzte gleich zu Beginn beim Vierfach-Toeloop, weshalb der 27-jährige Schaffhauser ihn nicht mit dem dreifachen Toeloop kombinieren konnte. Mit 80,87 Punkten blieb Britschgi deutlich unter seiner an der WM 2024 erzielten Bestleistung. Er muss nun am Freitag in der Kür in der ersten Gruppe starten, was es zusätzlich erschwert, die angestrebte Top-8-Platzierung und damit ein olympisches Diplom zu holen. Allerdings liegt er nur 8,08 Punkte hinter dem 8. Rang.
Langlauf: Schweizer Sprinter*innen scheitern überraschend früh
In Tesero im Val di Fiemme verliefen die Wettkämpfe im Einzel-Sprint der klassischen Technik für das Swiss Olympic Team nicht wie erhofft. Nadine Fähndrich, die grösste Schweizer Medaillenhoffnung, schied völlig überraschend bereits in den Viertelfinals aus. Die 30-Jährige hatte in der Qualifikation als Fünfte überzeugt und schien auch in den Viertelfinals auf Kurs zu sein. Sie schoss als Erste in die Abfahrt zum Ziel, wurde aber auf der Zielgeraden noch auf Platz 5 durchgereicht. Auch Anja Weber und Lea Fischer schieden in den Viertelfinals aus. Alina Meier verpasste die K.o.-Runden als 31. knapp.
Auch bei den Männern bedeuteten die Viertelfinals Endstation. Valerio Grond ging wie Nadine Fähndrich als Erster seines Heats in die Abfahrt - und reüssierte nicht. Auf der Zielgeraden, wo das Rennen aufgrund der Streckencharakteristik noch einmal neu lanciert wird, entwickelten die Konkurrenten mit den Doppelstock-Stössen mehr Schub. Auch den jungen Noe Näff, der bei seiner Olympia-Premiere als Sechster der Qualifikation aufhorchen liess, ereilte das gleiche Schicksal. Der Bündner kam im Anstieg nicht entscheidend weg und wurde noch von drei Konkurrenten abgefangen. Janik Riebli, der lieber in der Skating-Technik läuft, war ebenfalls chancenlos.
Schweizer Biathleten im Einzel über 20 Kilometer unter Wert geschlagen
Im Biathlon-Einzel über 20 Kilometer verfehlten die Schweizer allesamt die Top 30. Zum Verhängnis wurde ihnen dabei etwas, das sonst eine Stärke des Schweizer Teams ist: das Schiessen. Joscha Burkhalter (drei Fehlschüsse) beendete das Rennen als bester Schweizer auf Rang 36, Niklas Hartweg (sechs Fehlschüsse) kam auf Rang 59, Sebastian Stalder (drei Fehlschüsse) auf Rang 60 und Jeremy Finello (sieben Fehlschüsse) auf Rang 63.
Das Schweizer Frauen-Eishockeynationalteam ist am späten Dienstagabend ab 21 Uhr noch im Einsatz.
(sda/soa)
Alle Einsätze und Resultate der Schweizer Delegation sind auf der Website von Swiss Olympic zu finden.
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