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Olympia-Gold in der Abfahrt und drei Diplome für die Schweiz

Erfolgreicher Auftakt für das Swiss Olympic Team: Neben dem Olympiasieg von Franjo von Allmen in der Abfahrt überzeugen die Schweizer Athlet*innen in den bisherigen Wettkämpfen mit starken Auftritten und mehreren Top-8-Platzierungen, die mit olympischen Diplomen belohnt werden.

Franjo von Allmen krönt sich zum Abfahrts-Olympiasieger

Franjo von Allmen sichert sich in der Olympia-Abfahrt in Bormio die Goldmedaille. Der Weltmeister aus dem Berner Oberland setzt sich vor den Italienern Giovanni Franzoni und Dominik Paris durch. Von Allmen zeigte von Beginn an eine engagierte Fahrt und distanzierte den direkt vor ihm gestarteten Marco Odermatt um sieben Zehntel. Odermatt, im Vorfeld als Topfavorit gehandelt, verpasste den Sieg deutlich und landete auf dem undankbaren vierten Platz, nur 20 Hundertstel hinter dem Podest. Alexis Monney, bei seinen ersten Olympischen Spielen, fuhr ebenfalls knapp am Podest vorbei und lag lediglich fünf Hundertstel hinter Odermatt. Beide sicherten sich damit ein Diplom. Stefan Rogentin belegte den 23. Rang und büsste mehr als zweieinhalb Sekunden auf die Siegerzeit ein. Von Allmen ist der fünfte Schweizer Abfahrts-Olympiasieger nach Bernhard Russi (1972), Pirmin Zurbriggen (1988), Didier Défago (2010) und Beat Feuz (2022).

Nadja Kaelin glänzt mit Platz 4 im Skiathlon

Die Engadinerin Nadja Kälin läuft im Val di Fiemme im Skiathlon über 20 km auf den hervorragenden 4. Platz. Die 24-jährige hatte nach der Hälfte als Siebte auf die Skatingski gewechselt und durfte sogar ein wenig mit einer sensationellen Medaille liebäugeln. Am Ende war Kälin aber die Stärkste des Verfolgerfeldes und kam solo als Vierte ins Ziel. Zur ersten Olympiamedaille einer Schweizer Langläuferin in einem Einzelrennen fehlten nur knapp 25 Sekunden. Gold geht an die Schwedin Frida Karlsson. Marina Kälin läuft auf Rang 19, Anja Weber wird 25. und Fabienne Alder 46.

Vier Athlet*innen stehen im Slopestyle-Final

Mathilde Gremaud gewinnt die Slopestyle-Qualifikation nimmt den Final am Montag als Nummer 1 in Angriff. Gremaud konnte praktisch bereits nach halbem Pensum mit der Teilnahme am Final der besten zwölf am Montag planen. Ebenfalls dabei in der Entscheidung ist Giulia Tanno. Die Bündnerin, die erstmals an Olympischen Spielen dabei ist, sicherte sich die Qualifikation mit Rang 10. Der grosse Pechvogel dieses Vorwettkampfs war Sarah Höfflin. Die Genferin verlor beim ersten Versuch bei einem Sprung den linken Ski und stürzte heftig. Den zweiten Run brachte sie ins Ziel, verpasste den Final aber um 16 Hundertstelpunkte.

Bei den Männern schaffte Andri Ragettli in der Qualifikation als Fünfter den Sprung in den Final vom Dienstag. Dem 27-jährigen Bündner blieb das Zittern nach einem starken ersten Durchgang mit 75,00 Punkten und dem 3. Zwischenrang erspart. Bei der Medaillenvergabe mit dabei ist auch Kim Gubser, der den 12. und letzten Startplatz mit 0,07 Punkten Vorsprung holte. Fabian Bösch, der Slopestyle-Weltmeister von 2015, wurde 22 und Nils Rhyner musste mit Platz 25 vorliebnehmen.

Kaitlyn McGregor läuft im Eisschnelllauf auf Rang 11

Die Speed-Skating-Athletin Kaitlyn McGregor überraschte äusserst positiv. Sie lief als Nummer 17 der Bestenliste auf Platz 11. Sie lief so gut, dass sie sich am Ende gar nicht mehr ihr ganzes Rennen erinnern konnte. Position 11 bezeichnete McGregor als «wahnsinnig» und die Leistung in ihrem allerersten Olympiarennen stimmt sie zuversichtlich für jene Rennen, in denen sie sich mehr ausrechnet. Olympia-Gold ging in diesem Rennen an die Italienerin Francesca Lollobrigidas – sie holte damit die erste Goldmedaille für Gastgeber Italien.

Sina Arnet springt auf Rang 28

Die Engelbergerin Sina Arnet zeigte auf der Normalschanze im Zeichen der fünf Ringe eine gute Leistung und erreichte Platz 28. Die Zentralschweizerin hatte nach Umgang 1 und dem 23. Zwischenrang mit den Top 20 geliebäugelt. In der Reprise gelang ihr insbesondere die Landung nicht nach Wunsch.

Mixed-Curling-Team mit Sieg und Niederlage

Das Ehepaar Schwaller musste sich am Samstagvormittag im olympischen Mixed-Doppel-Turnier zum dritten Mal geschlagen geben. Gegen Schweden setzt es eine 7:13-Niederlage ab. Am Abend gegen das limitierte tschechische Team dominierten Briar und Yannick Schwaller. Mit nunmehr drei Siegen und drei Niederlagen lebt der Medaillentraum für die Schwallers weiter. Nach sechs von neun Vorrundenpartien fehlt dem Schweizer Mixed-Doppel aber ein Sieg zu den Top 4.

Das Schweizer Frauen-Eishockeynationalteam ist am späten Samstagabend ab 21 Uhr noch im Einsatz.

(sda/soa)

Alle Einsätze und Resultate der Schweizer Delegation sind auf der Website von Swiss Olympic zu finden.

07.
Februar
2026