Mit Eröffnungsfeiern an den Standorten Mailand, Cortina, Livigno und Predazzo beginnen am Freitagabend die 25. Olympischen Winterspiele. Das Organisationskomitee verspricht eine Feier, die die Athletinnen und Athleten mit der Bevölkerung der Austragungsorte und den Fans verbindet. Zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele werden zwei Olympische Feuer entzündet und während der Dauer der Spiele brennen: in Mailand beim Arco della Pace auf der Piazza Sempione und in Cortina auf der Piazza Dibona, im Zentrum des Städtchens.
In Mailand wird der Bündner Nino Niederreiter die Schweizer Fahne an der Eröffnungsfeier ins San-Siro-Stadion tragen. Die Rolle der Fahnenträgerin übernimmt Fanny Smith. Die Waadtländerin wird die Schweizer Delegation an der Eröffnungsfeier in Livigno anführen.
Fanny Smith und Nino Niederreiter tragen die Schweizer Fahne an den Olympia-Eröffnungsfeiern
«Fanny Smith und Nino Niederreiter haben sich mit viel Beharrlichkeit und grossem Willen als Vorbilder etabliert und beide leben die Olympischen Werte Höchstleistung, Freundschaft und Respekt», sagt der Schweizer Chef de Mission Ralph Stöckli zu seiner Auswahl.
Seit vielen Jahren an der Spitze
Smith fährt seit 2008 an der Weltspitze im Skicross, sie ist unter anderem zweifache Weltmeisterin und nahm 2010, 2014, 2018 und 2022 an den Olympischen Spielen teil. 2018 in PyeongChang und 2022 in Peking gewann sie jeweils Olympiabronze. Vor vier Jahren stand der Erfolg erst nachträglich fest, nachdem der Rekurs gegen ihre Disqualifikation wegen angeblicher Behinderung der Gegnerin gutgeheissen worden war. Die Medaille erhielt sie Monate später, im Rahmen einer Zeremonie im Olympischen Museum in Lausanne. «Damals ist Fanny Smith um ein grosses Olympiaerlebnis gebracht worden. Einen solchen Moment erlebt sie nun hoffentlich als Fahnenträgerin und dann auch in den Olympiarennen in Livigno», sagt Ralph Stöckli.
Nino Niederreiter ist als junger Spieler nach Nordamerika ausgezogen und hat sich dank grosser Hartnäckigkeit und Einsatzwillen in der NHL durchgesetzt. Im vergangenen Dezember hat der Stürmer als erster Schweizer Spieler seine 1000. Partie in der besten Eishockeyliga der Welt bestritten. Mit dem Schweizer Nationalteam hat Niederreiter vier WM-Silbermedaillen gewonnen und die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi bestritten. Der 33-Jährige ist damit eine der prägenden Figuren dieser Erfolgsära des Schweizer Eishockeys. «Was Nino Niederreiter Tag für Tag leistet, ist absolut beeindruckend. Dabei ist er immer sich selbst geblieben und hat nie vergessen, woher er kommt», sagt Ralph Stöckli.
Fanny Smith und Nino Niederreiter haben emotional auf die Anfrage von Ralph Stöckli reagiert. Fanny Smith sagt: «Ich war sehr bewegt, als ich erfuhr, dass ich als Fahnenträgerin der Schweizer Delegation ausgewählt wurde. Es ist eine grosse Ehre und eine Anerkennung, die weit über sportliche Resultate hinausgeht. Ich freue mich darauf, diese starken und einzigartigen Emotionen mit dem gesamten Schweizer Olympia-Team zu teilen.»
Und Nino Niederreiter sagt: «Es ist eine riesige Ehre und ein unglaubliches Privileg, die Schweiz als Fahnenträger bei den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina zu vertreten. Ich bin sehr stolz, dieses Symbol unseres Landes vor der ganzen Welt tragen zu dürfen und ich freue mich sehr auf das bevorstehende Eishockeyturnier.»
Fanny Smith und Nino Niederreiter treffen morgen, im Verlauf des Tages in Livigno, beziehungsweise Mailand, ein.