Über 400 Unternehmen, ein geschätzter Umsatz von rund 8 Milliarden Franken und etwa 17'000 Vollzeitstellen: Die Schweiz ist längst eine Sportstech-Nation, ist sich dessen aber kaum bewusst. Zu diesem Schluss kommt der erste SportsTech Report, den Swiss Olympic mit einer breiten Allianz aus Sport, Industrie sowie Wirtschafts- und Standortförderung initiiert und gemeinsam mit PwC Schweiz und generis erarbeitet hat. Er erfasst erstmals systematisch Grösse, Akteure und Bedürfnisse der Schweizer Sportstech-Branche. Als Sportstech gelten Unternehmen und ihre technologischen Produkte, Materialien, Verfahren, Plattformen oder Dienstleistungen, die primär oder ausdrücklich für den Sport entwickelt oder an ihn angepasst wurden.
Dies unter Berücksichtigung der aussergewöhnlichen Ausgangslage: Die Schweiz führt seit Jahren den Global Innovation Index an und verfügt über eine starke industrielle Basis, etwa in Präzisionstechnik und fortgeschrittenen Materialien. Sie beherbergt über 60 internationale Sportverbände – mehr als jedes andere Land. Zudem forschen Hochschulen wie die ETH Zürich und die EPFL auf Weltniveau. Davon zeugen über 4'600 aktive sportbezogene Patente – doch Sportprojekte erhielten 2018 nur 0,03 bis 0,14 Prozent der nationalen Forschungsförderung. Mit rund 45 Sportstech-Unternehmen pro Million Einwohnerinnen und Einwohner erreicht die Schweiz einen internationalen Spitzenwert. Dennoch ist die Branche bisher kaum sichtbar.