Alle sechs Jahre erarbeitet das Bundesamt für Sport BASPO auch mit Unterstützung von Swiss Olympic die Studie «Sport Schweiz». Dabei wird untersucht, wie sich das Sport- und Bewegungsverhalten der Schweizer Bevölkerung entwickelt hat und welche Trends und Herausforderungen sich abzeichnen. Viele Ergebnisse der nun veröffentlichten Studie «Sport Schweiz 2026» sind aus Sicht von Swiss Olympic grundsätzlich positiv. Die Schweiz gehört weiterhin zu den sportlichsten Nationen Europas, die Sportförderung geniesst breite Unterstützung in der Bevölkerung und die hohe Akzeptanz von Sportgrossanlässen ist ein ermutigendes Signal – gerade auch für die Olympiakandidatur «Switzerland 2038».
Mit Blick auf den Vereinssport sind die Ergebnisse der Studie ambivalenter: Obwohl die sportliche Aktivität auf hohem Niveau bleibt, nimmt die Vereinsbindung bei Erwachsenen weiter ab und erstmals sind mehr Erwachsene Mitglied in einem Fitnesscenter als in einem Sportverein.
Für Swiss Olympic sind die Sportvereine ein zentraler Pfeiler des Schweizer Sports und der Gesellschaft. Das soll so bleiben, denn in den Vereinen wird ein wichtiger Beitrag zur Integration, zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zum freiwilligen Engagement geleistet. Swiss Olympic unterstützt seine Mitgliedsverbände dabei, ihre Angebote laufend weiterzuentwickeln und neue Zielgruppen anzusprechen. Ziel ist, dass Sportvereine und Verbände auch künftig attraktive Angebote schaffen, die den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen und dazu beitragen, möglichst viele Menschen langfristig für den Vereinssport zu gewinnen. Insbesondere bei Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund und weiteren bisher untervertretenen Gruppen müssen Massnahmen umgesetzt werden, damit Vereine attraktiv bleiben oder attraktiver werden. Das Potenzial ist da, auch das zeigt «Sport Schweiz 2026»: Ein erheblicher Teil der Nichtmitglieder (41%) kann sich einen künftigen oder erneuten Vereinseintritt vorstellen.
Erfreulich ist die Schlüsselrolle, die Vereine im Nachwuchsbereich spielen: Die Zahl der Kinder und Jugendlichen bis 14 Jahre, die einem Verein angehören, steigt gemäss der Studie weiter an.