Strassenrad-SM verbindet Para-Cycling, Nachwuchs und Elite

Die gemeinsamen Schweizer Strassenmeisterschaften zeigen, wie Inklusion im Radsport erfolgreich umgesetzt wird. Wenn Para-Cycling, Nachwuchs und Elite am gleichen Ort und am gleichen Tag antreten, entstehen Sichtbarkeit, Austausch und wertvolle Synergien für den gesamten Sport.

An den Schweizer Strassenmeisterschaften in Courtételle standen Paracycling, Nachwuchs und Elite gemeinsam im Einsatz. Die Tour du Jura Association und der VC Courtételle organisierten den Anlass im Auftrag von Swiss Cycling. Das gemeinsame Veranstaltungsformat stärkt die Sichtbarkeit des Paracyclings und fördert den Austausch zwischen Athlet*innen, Trainer*innen, Betreuenden und Organisator*innen.

Fabian Recher, Handbike-Athlet, betont die Bedeutung gemeinsamer Wettkämpfe: «Gemeinsame Rennen sind für uns extrem wichtig bezüglich Sichtbarkeit. Damit wir unseren Sport nach aussen tragen können und wahrgenommen werden.» Gleichzeitig unterstreicht er, dass die Verbände noch enger zusammenarbeiten und das «Gärtli-Denken» überwinden müssen, um die Entwicklung des Paracyclings nachhaltig voranzutreiben.

Auch Luana Bergamin, Präsidentin von Swiss Cycling, hebt die Vorteile des gemeinsamen Austragungsformats hervor. Der Austausch zwischen den verschiedenen Akteur*innen schafft wertvolle Synergien und stärkt den gesamten Radsport. Von der Organisation über die Trainingsinfrastruktur bis hin zu Know-how-Transfer, Material und Trainingswissenschaften profitieren alle Beteiligten. Gleichzeitig unterstützt der nationale Verband regionale Veranstalter, stärkt ihre Kompetenzen und sammelt Erfahrungen, die in zukünftige Veranstaltungen einfliessen.

Dass sich Para- und Regelsport in den vergangenen Jahren stark angenähert haben, bestätigt auch Elite-Radrennfahrer Fabian Lienhard. Die Professionalisierung im Paracycling habe ein Niveau erreicht, auf dem kaum noch Unterschiede zum Regelsport erkennbar seien. Gleichzeitig hebt er hervor, dass Para-Athlet*innen ihre Spitzenleistungen meist mit deutlich kleineren Teams im Hintergrund erbringen als im Regelsport. Gerade diese Leistung und der Einsatz aller Beteiligten seien aus seiner Sicht besonders beeindruckend.

Fördergefäss Inklusion von Swiss Olympic

Die gemeinsame Austragung des Swiss Cup ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Inklusion konkret gelebt werden kann. Swiss Olympic unterstützt inklusive Engagements der nationalen Regelsportverbände systematisch über drei Fördergefässe. Dazu gehören die Förderung inklusiver Projekte, die Unterstützung von (inter-) nationalen Sportgrossanlässen mit Inklusionscharakter sowie die strukturelle und inhaltliche Begleitung grosser Sportverbände, die langfristig wirksame Inklusionsprojekte entwickeln, ausbauen und umsetzen. Ergänzend dazu bietet die Fachstelle Inklusion spezifische Beratung, inhaltliche Koordination und Entwicklung des nationalen Netzwerks, Know-how-Transfer sowie Good Practice schweizweit. Dafür arbeitet die Fachstelle eng zusammen mit Mitgliedsverbänden, BASPO, Kantonen und Sport-Organisationen für Menschen mit Behinderung.

02.
Juli
2026