(Swiss Olympic/Keystone/Dominic Bruegger)
(Swiss Olympic/Keystone/Dominic Bruegger)

Über 89 Millionen Franken für die Mitglieder von Swiss Olympic

An der 30. Versammlung des Sportparlaments genehmigten die Delegierten die Jahresrechnung und den Jahresbericht 2025 von Swiss Olympic. Zudem informierte Swiss Olympic über den Stand der Projekte «Sport- und Bewegungsförderung 2040», Olympische und Paralympische Winterspiele 2038 und European Championships 2030 in der Schweiz.

Neu findet auch im Frühjahr eine Versammlung des Sportparlaments statt. Sie tritt an die Stelle der bisherigen Verbandsleitungskonferenz und ergänzt das Sportparlament im November. Zu Beginn der damit 30. Versammlung des Sportparlaments blickte Swiss-Olympic-Präsidentin Ruth Metzler-Arnold auf die erfolgreichen Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 zurück. «Die Erfolge des Schweizer Sports sind das Resultat harter Arbeit, enger Zusammenarbeit und des gemeinsamen Engagements für bestmögliche Bedingungen unserer Athletinnen und Athleten», sagte sie. Gleichzeitig betonte Metzler-Arnold: «Damit der Schweizer Sport erfolgreich bleibt, braucht es weiterhin den Einsatz und die Unterstützung des gesamten Sportsystems.»

Jahresverlust tiefer als budgetiert
Am Sportparlament genehmigten die Delegierten die Jahresrechnung sowie den Jahresbericht 2025 von Swiss Olympic. Die Jahresrechnung weist bei Einnahmen in der Höhe von 121,4 Millionen und Aufwänden von 124,6 Millionen ein Defizit von 3,2 Millionen Franken aus. Der Jahresverlust fiel damit rund vier Millionen Franken tiefer aus als budgetiert. Massgeblich dazu beigetragen haben unter anderem der erfolgreiche Einsatz des Sports gegen die geplanten Kürzungen des Bundes bei den Beiträgen zur Nutzung von Nationalen Sportanlagen sowie ein unerwartet guter Finanzerfolg. Hinzu kamen spürbare Einsparungen auf der Geschäftsstelle, insbesondere im Personal- und Sachaufwand. «Auch wenn der Verlust tiefer ausfällt als budgetiert, ist es für uns zentral, künftig eine ausgeglichene Rechnung zu präsentieren», sagte Metzler-Arnold.

Der Dachverband des Schweizer Sports überwies 2025 im Rahmen der Verbandsförderung 89,2 Millionen Franken an die Mitglieder und Partnerorganisationen - fast 3 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Zudem unterstützte Swiss Olympic unter anderem die Stiftung Schweizer Sporthilfe mit 8,1 Millionen Franken, die Stiftung Swiss Sport Integrity mit 3,5 Millionen Franken und das Schweizer Sportgericht mit 1,4 Millionen Franken. Weitere Mittel flossen an den Verein Olympische und Paralympische Winterspiele 2038. Die detaillierte Jahresrechnung findet sich im Online-Jahresbericht 2025 von Swiss Olympic, der auf der Website aufgeschaltet ist.

Strategische Projekte und internationale Grossanlässe
Swiss Olympic informierte zudem über den aktuellen Stand des gemeinsam mit dem Bundesamt für Sport BASPO erarbeiteten Projekts «Sport- und Bewegungsförderung 2040». Der entsprechende Bericht wird in den kommenden Tagen veröffentlicht. Im Zentrum stehen eine moderne, wirkungsorientierte Sportförderung, die Bedeutung des Leistungssports sowie der nachhaltige Mehrwert internationaler Sportgrossanlässe in der Schweiz.

Swiss-Olympic-Vizepräsidentin Ruth Wipfli Steinegger erläuterte anschliessend in ihrer Rolle als Co-Präsidentin des Vereins Switzerland 2038 den Stand der Kandidatur für Olympische und Paralympische Winterspiele 2038. Sie zeigte auf, dass die Arbeiten an der Kandidatur planmässig voranschreiten und das Projekt auf breite Unterstützung aus Sport, Wirtschaft, Politik und der Bevölkerung zählen kann, wie einerseits die Vernehmlassung des Bundes und andererseits das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage bestätigte. Auch bezüglich der geforderten finanziellen Garantien der privaten Gelder zeigt sich der Verein Switzerland 2038 zuversichtlich: «Wir sind diesbezüglich nahe am Ziel und könnten es eventuell sogar übertreffen. Das gibt dem Gesamtprojekt noch mehr Sicherheit», sagte Ruth Wipfli Steinegger.

Severin Moser, Präsident des Kandidaturvereins für «European Championships 2030», informierte im Rahmen des Sportparlaments ebenfalls über den aktuellen Stand des Projekts, das die gleichzeitige Durchführung von 13 Europameisterschaften in verschiedenen Sportarten und in verschiedenen Schweizer Städten vorsieht. «Nachdem sich der Bundesrat am Mittwoch gegen eine finanzielle Beteiligung des Bundes an den European Championships 2030 ausgesprochen hat, prüfen wir derzeit alternative politische und institutionelle Wege, um die notwendige Unterstützung des Bundes auch vor dieser Ausgangslage zu ermöglichen. Ziel bleibt es, die Voraussetzungen für eine Durchführung der European Championships in der Schweiz zu schaffen», sagte Moser.

20.
Mai
2026