Innerhalb dieser 61 Prozent sind 33 Prozent klar für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele und 28 Prozent eher dafür. Auf der Gegenseite sprechen sich 21 Prozent der Befragten klar gegen die Winterspiele aus und 13 Prozent eher dagegen. 4 Prozent sind noch unentschieden. Dieses Ergebnis entspricht einer deutlichen Mehrheit für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele. Gleichzeitig zeigt sich, dass ein Teil der Bevölkerung seine Meinung noch nicht endgültig gefasst hat und dass diese Meinung davon abhängt, wie die weitere Ausgestaltung der Kandidatur aussieht. Lediglich 24 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Schweiz nicht versuchen soll, Olympische und Paralympische Winterspiele durchzuführen.
Klare Mehrheit der Schweizer Bevölkerung unterstützt Kandidatur für Switzerland 2038
61 Prozent würden Ja stimmen
Die Kandidatur geniesst hohe Aufmerksamkeit in der Bevölkerung
Drei Viertel der Befragten geben an, von der möglichen Durchführung der Spiele gehört zu haben. Damit ist das Thema bereits viele Jahre vor einer allfälligen Austragung präsent und Teil der öffentlichen Diskussion. Viele Menschen wissen, dass die Olympischen und Paralympischen Winterspiele dezentral geplant sind und in der ganzen Schweiz stattfinden sollen. Andere Kernpunkte der Kandidatur, wie beispielsweise finanzielle Aspekte oder der Umstand, dass die Spiele auf bestehende Infrastruktur setzen, sind dagegen noch weniger verankert. Die Studie zeigt auch, dass das Interesse an Spitzen‑ und Leistungssport im Winter hoch ist: 77 Prozent der Bevölkerung haben die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 in Milano-Cortina in irgendeiner Form verfolgt.
Starke Argumente sprechen für die Kandidatur
Die Studie bestätigt, dass zentrale Argumente der Kandidatur in der Bevölkerung auf breite Zustimmung stossen. Eine sehr grosse Mehrheit (79 Prozent) ist überzeugt, dass die Schweiz über die notwendige Infrastruktur und ein leistungsfähiges Mobilitätsnetz verfügt, um einen internationalen Grossanlass erfolgreich durchzuführen. Ebenso wird die dezentrale Austragung als Stärke wahrgenommen, da sie auf bestehenden Strukturen und Erfahrungen mit internationalen Veranstaltungen aufbaut (74 Prozent Zustimmung). 70 Prozent der Befragten sehen zudem einen gesellschaftlichen Mehrwert. Die Spiele werden als Chance wahrgenommen, den Zusammenhalt im Land zu stärken und die verschiedenen Sprachregionen enger zu verbinden. Besonders stark wirkt das Argument der Nachwuchsförderung. Eine grosse Mehrheit von 74 Prozent ist der Ansicht, dass Olympische und Paralympische Winterspiele positive Impulse für junge Sportlerinnen und Sportler setzen können. 20 Prozent geben sogar an, dass dies für sie der wichtigste Grund ist, der für eine Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele spricht. Mehrere Elemente all dieser Pro-Argumente aus der Studie decken sich mit Rückmeldungen zur Vernehmlassung des Bundes: beispielsweise bei Infrastruktur, gesellschaftlichem Nutzen und Sportförderung.
Kritikpunkte sollen Impulse für die Kandidatur geben
Neben der Zustimmung macht die Studie auch deutlich, welche Vorbehalte in der Bevölkerung bestehen. Diese konzentrieren sich auf zentrale Themen, die bereits frühere Olympiakandidaturen geprägt haben. Mit dem Unterschied, dass frühere Kandidaturen in einzelnen Regionen vorgesehen waren und jetzt erstmals eine gesamtschweizerische Kandidatur vorliegt. Ein Teil der Befragten (57 Prozent) befürchtet finanzielle Risiken und mögliche Defizite, die am Ende von der öffentlichen Hand getragen werden müssten. Der Verein Switzerland 2038 nimmt diese Stimmen sehr ernst und setzt auch deswegen von Anfang an auf ein Modell, das eine Finanzierung durch 82 Prozent private Gelder vorsieht. Auch für ein mögliches Defizit steht nicht die öffentliche Hand ein, sondern Private.
Ebenso bestehen Zweifel daran, ob Olympische und Paralympische Winterspiele im Kontext des Klimawandels nachhaltig durchgeführt werden können (53 Prozent). Mit dem exzellenten Verkehrsnetz, insbesondere dem öffentlichen Verkehr, sowie der klaren Absicht, für die Spiele nur bestehende Infrastruktur zu nutzen und nicht zu bauen, verfügt die Schweiz über beste Voraussetzungen, die Winterspiele so nachhaltig wie möglich durchzuführen. Weiter sieht eine Minderheit (47 Prozent) das dezentrale Modell als kritisch, insbesondere mit Blick auf die Frage, ob dabei der olympische Charakter erhalten bleibt. Der Verein Switzerland 2038 hat mit dem Besuch der ersten dezentralen Spiele der Geschichte in Milano-Cortina diese Herausforderung erkannt und diese Erkenntnisse in die Planung einfliessen lassen. Grundsätzlich richtet sich die Skepsis weniger gegen die Schweiz als Austragungsort oder das Konzept der Kandidatur. Vielmehr spiegeln die Vorbehalte allgemeine Entwicklungen und Fragen nach Finanzen und Nachhaltigkeit wider, die Switzerland 2038 als legitim erachtet.
Fazit
Der Verein Switzerland 2038 versteht die Ergebnisse der Studie als Bestätigung für den eingeschlagenen Weg. Die Ergebnisse liefern zudem wertvolle Inputs für die weitere Ausgestaltung der Kandidatur. Gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus Sport, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft sieht sich Switzerland 2038 auf dem Weg, die Grundlage für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele zu schaffen, die dem ganzen Land zugutekommen.