SRG-Halbierungsinitiative
SRG-Halbierungsinitiative © Keystone

Die Schweiz will eine starke und vielfältige Sportberichterstattung in der SRG

Das Sportkomitee gegen die Halbierungsinitiative begrüsst das deutliche Nein der Stimmbevölkerung. Das Resultat ist ein klares Bekenntnis zur tragenden Rolle des Sports im medialen Service public. Aus diesem Vertrauensbeweis für die SRG entsteht ein klarer Auftrag: Die Sportberichterstattung muss in allen Sprachregionen nicht nur gesichert, sondern konsequent gestärkt werden.

Mit dem heutigen Nein zur SRG-Halbierungsinitiative haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger unterstrichen, dass sie eine starke SRG als Teil der nationalen Identität wollen. Das Sportkomitee, das sich gegen die Initiative engagiert hat, ist überzeugt, dass die Hinweise auf die Bedeutung der umfassenden Sportberichterstattung in der SRG einen Beitrag zu diesem Abstimmungsresultat geleistet hat. Sportereignisse schaffen gemeinsame Erlebnisse über Sprachgrenzen hinweg und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Zusammenhalt unseres Landes. Eine vertiefte, ausgewogene und mehrsprachige Sportberichterstattung ist deshalb unverzichtbar.

«Grosse Sportmomente – wie jüngst die Schweizer Erfolge an den Olympischen Spielen in Milano Cortina – sind Teil unseres kollektiven Gedächtnisses. Solche Momente müssen auch in Zukunft in allen Sportarten für die gesamte Bevölkerung frei zugänglich sein», hält Ruth Metzler-Arnold, Präsidentin von Swiss Olympic fest.

Die SRG steht in der Pflicht

«Die Ablehnung der Initiative ist ein Vertrauensbeweis an die SRG und ein klarer Auftrag. Der Schweizer Sport erwartet, dass die SRG ihre Rolle als wichtigste Plattform für den Sport noch stärker wahrnimmt», so Ruedi Kunz, Präsident von Swiss Top Sport. Das heisst konkret:

Live-Übertragungen der internationalen Grossveranstaltungen: Die SRG muss auch in Zukunft dafür sorgen, dass die grossen internationalen Wettbewerbe und die Auftritte der Schweizer Nationalteams und Sportlerinnen und Sportler für die gesamte Bevölkerung frei zugänglich bleiben.

Förderung der gesamten Sportvielfalt: Auch kommerziell weniger erfolgreiche Sportarten brauchen eine verlässliche Bühne. Diese soll ihnen die SRG bieten. Sichtbare Vorbilder in allen Sportarten sind die Basis für den Nachwuchs und Breitensport.

• Stärkung des Frauensports: Der Frauensport hat in der SRG in den letzten Jahren laufend an Bedeutung gewonnen. Dieser eingeschlagene Weg muss konsequent fortgesetzt werden.

• Sichtbarkeit für den Parasport: Der Parasport verdient eine dauerhafte und prominente Bühne – wie aktuell bei den Winter-Paralympics. Die SRG steht in der Pflicht, die Inklusion im Sport durch eine kontinuierliche Berichterstattung aktiv zu fördern.

Über das Sportkomitee

Unter dem Lead von Swiss Top Sport und Swiss Olympic haben sich über 60 Sportverbände, zahlreiche Sportveranstalter sowie weit über 100 aktive und ehemalige Spitzensportlerinnen und Spitzensportler (darunter zahlreiche Olympia- und WM-Medaillengewinner) im Sportkomitee gegen die Halbierungsinitiative zusammengeschlossen.

Der Schweizer Sport steht bereit, den Diskurs mit der SRG zu vertiefen. Ziel ist eine vielfältige und für alle zugängliche Sportberichterstattung als fester Bestandteil des Service public.

08.
März
2026