Der Mailänder Fussballtempel San Siro verwandelte sich in eine Bühne für «Harmonie» und «Magie» – so das Motto der von Marco Balich inszenierten Show. Es war eine Zeremonie der Neuerungen: Erstmals in der Geschichte der Winterspiele fand die Eröffnung dezentral statt, zeitgleich verbunden mit einer Feier im Stadion von Cortina d'Ampezzo. Passend dazu lodern nun erstmals zwei olympische Flammen in den beiden Hauptaustragungsorten.
Für den Höhepunkt aus Schweizer Sicht sorgte der Einmarsch der Nationen an den beiden Austragungsorten. In Mailand führte NHL-Star Nino Niederreiter die Schweizer Delegation ins weite Rund.
Zeitgleich hatte Fanny Smith in den Dolomiten die grosse Ehre: Die 33-jährige Skicross-Veteranin trug die Schweizer Fahne bei der Zeremonie in Cortina d'Ampezzo. Trotz der räumlichen Trennung von rund 400 Kilometern bildeten sie das symbolische Führungsduo für die 175 Athletinnen und Athleten von Swiss Olympic. Von der Tribüne in Mailand klatschte ihnen Bundespräsident Guy Parmelin zu, der die Schweiz beim Staatsakt vertrat.