Durchschnittlich rund 9’000 Stunden Live-Sport überträgt die SRG pro Jahr - im Fernsehen, im Radio, via Livestream. Von Weltklasse Zürich bis zum Unspunnen-Fest, von der Tour de Romandie bis zur Eishockey-WM – in allen Landessprachen, für alle Regionen. Mehr als die Hälfte dieser Sendezeit entfällt auf Sportarten ausserhalb des medialen Rampenlichts. Das ist europaweit einzigartig.
Diese Einzigartigkeit ginge bei einer Annahme der SRG-Halbierungsinitiative verloren, über die am 8. März 2026 abgestimmt wird. «SRG halbiert, Sport verliert», das haben die Vertreterinnen und Vertreter von sechs grossen Sportorganisationen heute in Bern unterstrichen und damit ein starkes Zeichen des Sports gegen die SRG-Halbierungsinitiative gesetzt. Es ist der Auftakt einer Kampagne, mit der der Schweizer Sport aufzeigt, welch einschneidende Folgen die Halbierung der SRG hätte.
Ruth Metzler-Arnold (Präsidentin Swiss Olympic), Andrea Siviero (Präsident Swiss Basketball), Luana Bergamin (Geschäftsführerin SwissTopSport), Conchita Jäger (Geschäftsführerin Swiss Paralympic), Fabio Corti (Präsident Schweizerischer Turnverband) und Peter Knäbel (Präsident Schweizerischer Fussballverband), stellten an der Medienkonferenz den Wert der SRG für ihren Verband, für ihre Vereine, für ihre Sportlerinnen und Sportler unter Beweis.
«Am 8. März 2026 geht es auch um die Zukunft des Schweizer Sports – nicht um eine abstrakte Gebührendiskussion. Für Verbände, Vereine und vor allem für die Sportlerinnen und Sportler ist die Präsenz auf den Kanälen der SRG entscheidend. Sie erhalten schweizweit Aufmerksamkeit - und sind dadurch für Sponsoring und Partnerschaften interessant. Wird die SRG halbiert, verlieren unsere Athletinnen und Athleten ihre Bühne und ihr Publikum», sagt Ruth Metzler-Arnold. Als Präsidentin von Swiss Olympic vertritt sie die über 2 Millionen Menschen in der Schweiz, die Mitglied in einem Sportverein sind. Metzler-Arnold weist darauf hin, dass am 8. März 2026 auch darüber entschieden wird, ob Kinder ihre Idole auch in Zukunft noch im Fernsehen sehen. «Kinder und Jugendliche brauchen Vorbilder, die sie im Fernsehen sehen. Wenn diese Bilder verschwinden, verliert der Sport seine Zugkraft. Die Halbierungsinitiative trifft damit das Herz der Schweizer Sportförderung.»
Peter Knäbel, Präsident des Schweizerischen Fussballverbands mit 430’000 Mitgliedern, sagt: «Eine geschwächte SRG bedeutet weniger Sichtbarkeit – und weniger Sichtbarkeit bedeutet weniger Nachwuchs, weniger Dynamik, weniger Vielfalt im Sport. Der SFV spricht sich daher klar gegen eine Halbierung der SRG aus. Für die Vielfalt. Für die Jugend. Für den Fussball. Für den gesamten Sport. Für die Schweiz.»
Auch SwissTopSport, die Vereinigung der grossen Schweizer Sportveranstaltungen (u.a. Weltklasse Zürich, Tour de Suisse, Swiss Beach Pro Gstaad) warnt vor den Konsequenzen bei Annahme der SRG-Halbierungsinitiative: «Sportanlässe sind nicht nur Emotion, sie sind ein zentraler Wirtschaftsmotor und Teil unserer Identität. Über 11 Milliarden Franken Wertschöpfung entstehen jährlich rund um den Schweizer Sport. Diese Wirkung gibt es nur, wenn der Sport sichtbar bleibt. Ohne die SRG verlieren Veranstaltungen ihre Reichweite, ihre Sponsoren und ihre Attraktivität. Besonders betroffen wären Events wie die Lucerne Regatta, das Skispringen in Engelberg oder das Laax Open und in ihrer heutigen Form drastisch gefährdet. Die Halbierungsinitiative gefährdet damit nicht nur den Sport, sondern auch Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und ein Stück Schweiz», sagt Geschäftsführerin Luana Bergamin.
Fabio Corti, Präsident des Schweizerischen Turnverbands mit 375’000 Mitgliedern sagt: «Unsere grössten Turn-Events wie die Gymotion, der Swiss Cup Zürich, das Memorial Arthur Gander und das Eidgenössische Turnfest schaffen Wertschöpfung für die Regionen, Motivation für den Nachwuchs und stärken die Vereinskultur. Die SRG macht diese Veranstaltungen für alle zugänglich und verbindet die Menschen über Sprach- und Kantonsgrenzen hinweg. Sie ist die einzige Organisation, die eine faire, vielfältige Berichterstattung über das Turnen garantiert. Private Sender können diese Breite nicht abdecken. Wenn die SRG-Gebühren so drastisch gesenkt werden, verliert das Turnen seine Bühne und verschwindet von den Bildschirmen.»
Den kompletten Verlust von Sichtbarkeit und Sponsoringwert für den Behindertensport befürchtet Swiss Paralympic. Geschäftsführerin Conchita Jäger sagt: «Dank der SRG erhalten die Paralympics eine grosse Plattform, die für uns als sponsoring- und spenderfinanzierte Stiftung sehr wichtig ist. Nur so können wir unseren Para-Sportler*innen Träume ermöglichen und Vorbilder für junge Menschen mit Behinderung schaffen. Die SRG-Halbierungsinitiative gefährdet die Sichtbarkeit von Minderheiten und damit auch die Inklusion in der Gesellschaft.»
Und für Andrea Siviero, Präsident von Swiss Basketball, ist klar: «Die SRG ist ein unverzichtbarer Partner von Swiss Basketball. Eine hochwertige Berichterstattung in den vier Landessprachen ist für die Entwicklung unseres Sports von entscheidender Bedeutung. Die Sichtbarkeit im nationalen Fernsehen erhöht die Attraktivität unseres Sports und steigert das Sponsoringpotenzial. Ohne diese Präsenz wären Vereine, Verbände und Athleten nicht in der Lage, die notwendigen Mittel zur Finanzierung ihrer Aktivitäten aufzubringen.»
Die wichtige Rolle der SRG in der Produktion
Die SRG überträgt Sportanlässe nicht nur, sie produziert pro Jahr auch über 100 nationale Sportevents und Meisterschaften in rund 20 Sportarten – mit modernster Technik, erfahrenen Teams und viel Know-how. Die hochklassigen Produktionen der SRG sind denn auch ein wichtiges Argument für die Bewerbung vieler Welt- und Europameisterschaften in der Schweiz. Mit halbiertem Budget wäre dieses breite Angebot nicht mehr zu halten. Wer den Sport liebt, sagt aus den oben genannten Gründen Nein zur SRG-Halbierungsinitiative – und motiviert im persönlichen, beruflichen und sportlichen Umfeld auch andere, dies zu tun. Das haben die Vertreterinnen und Vertreter des Sports heute deutlich unterstrichen.
Alle Informationen und zur Kampagne finden sich dreisprachig auf dieser Website.