Die Delegierten der Mitglieder von Swiss Olympic trafen sich heute in Ittigen zur 29. Versammlung des Sportparlaments. Swiss-Olympic-Präsidentin Ruth Metzler-Arnold würdigte in ihrer Ansprache die ausserordentlichen Leistungen der Schweizer Athletinnen und Athleten im letzten Jahr, gratulierte den Verantwortlichen in den Verbänden für ihre Arbeit und betonte zugleich die Verantwortung, den Schweizer Sport nachhaltig zu stärken. Dafür brauche der Sport die notwendigen finanziellen Mittel, sagte Metzler-Arnold: «Entsprechend dankbar sind wir für die wertvolle und kontinuierliche Unterstützung durch die Lotterien Swisslos und Loterie Romande.» Diese Unterstützung fällt auch dieses Mal grosszügig aus: Im Rahmen des Sportparlaments durfte Ruth Metzler-Arnold von Paolo Beltraminelli, dem Präsidenten der Stiftung Sportförderung Schweiz, die für die Verteilung der Lotteriegelder an den Sport zuständig ist, einen Check in der Höhe von CHF 62'311’511 entgegennehmen. Die Höhe des Betrags ergibt sich aus dem Reingewinn der Lotterien Swisslos und Loterie Romande.
Der Dank von Swiss Olympic gilt auch dem Bund, der 2026 via Bundesamt für Sport ein weiterer Hauptgeldgeber für die Sportförderung ist. «Investitionen in den Sport sind Investitionen in die Zukunft», betonte Metzler-Arnold (mehr zur Finanzierung der Sportförderung findet sich hier).
Weitere Entscheide des Sportparlaments:
Budget 2026 genehmigt
Die Delegierten genehmigten das Budget 2026 von Swiss Olympic, das mit einem Gesamtertrag von 115,6 Millionen Franken rechnet. Von den budgetierten Einnahmen fliessen knapp 77 Mio. direkt an die Mitgliedsverbände, knapp 10 Mio. an die Stiftung Schweizer Sporthilfe, knapp 3,6 Mio. an die Vereine (Olympische und Paralympische Winterspiele 2038 und Kandidatur European Championships), 3,4 Mio. an Swiss Sport Integrity (SSI) und 1,4 Franken an die Stiftung Schweizer Sportgericht. Für die Geschäftsstelle von Swiss Olympic werden 20 Mio. Franken budgetiert. Das Budget sieht für 2026 ein Defizit von 7,58 Millionen Franken vor. Dieses resultiert vor allem aus gezielten Investitionen in strategische Projekte, mit denen Swiss Olympic die Zukunft des Schweizer Sports stärkt. Dazu zählen etwa die Kandidatur für Olympische und Paralympische Winterspiele 2038, die Kandidatur European Championships 2030, das Projekt Ethik oder das Digitalisierungsprojekt Schweizer Olympiapark.
Ausarbeitung der Kandidatur für European Championships 2030 durch einen Verein
Das Sportparlament hat für die Ausarbeitung einer Kandidatur für die European Championships 2030 grünes Licht gegeben. Dafür stimmten die Delegierten der Gründung eines Vereins zu und sprachen ein Budget von CHF 777’000. Mit der gleichzeitigen Austragung von Europameisterschaften in voraussichtlich elf Sportarten in der Schweiz (Basketball 3x3, Beachvolleyball, Kanu, Leichtathletik, Radsport, Rudern, Sportklettern, Tischtennis, Triathlon, Turnen und Unihockey) soll 2030 ein Sportfest stattfinden, das die Menschen begeistert und dessen Vermächtnis über den Sport hinausstrahlt. Severin Moser, Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, soll an der Gründungsversammlung des Vereins, die zeitnah erfolgen soll, auf Vorschlag von Swiss Olympic zum Präsidenten des Vereins gewählt werden. Doris Keller, zuletzt seitens Turnier-Direktorin der UEFA Frauen-Europameisterschaft in der Schweiz, soll den Verein als Direktorin operativ führen (siehe separate Medienmitteilung zu den European Championships).
Neues Mitglied 2026 und Anpassung der Mitgliederkategorien ab 2027
Neu im Kreis der Nationalen Sportverbände von Swiss Olympic wurde auf 2026 die Schweizerische Kynologische Gesellschaft, der nationale Verband für den Hundesport (u.a. Agility), aufgenommen. Das Aufnahmegesuch von Swiss Padel wurde von einer Mehrheit der Delegierten abgelehnt. Damit vereint Swiss Olympic ab 2026 87 nationale Sportverbände unter seinem Dach.
Ab 2027 wird zudem die Mitgliederstruktur von Swiss Olympic um eine Kategorie erweitert, beschloss das Sportparlament. Neben der bisherigen Kategorie «Nationale Sportverbände» wird neu die Kategorie «Nationale Sport- und Bewegungsförderer» eingeführt. Die bisherige Kategorie «Partnerorganisationen» wird in «Netzwerkorganisationen» umbenannt. Damit ist künftig besser ersichtlich, welche Organisationen aktiv Sport- und Bewegungsförderung betreiben, also deren Mitglieder selbst sportlich aktiv sind, und welche als Netzwerkorganisationen die Zusammenarbeit und Entwicklung des Schweizer Sports unterstützen.
Cornel Hollenstein ist neues Ehrenmitglied
Anlässlich des Sportparlaments wurde Cornel Hollenstein zum Ehrenmitglied ernannt. Hollenstein arbeitete während mehr als 22 Jahren in diversen Rollen für Swiss Olympic. Unter anderem als Leistungssportchef und als Vizedirektor von Swiss Olympic leistete er einen enorm grossen Beitrag zur heutigen Schweizer Sportförderung.
Das Sportparlament ist das oberste Organ von Swiss Olympic. Es setzt sich aus den Delegierten der Mitglieder von Swiss Olympic (nationale Sportverbände und Partnerorganisationen), den Schweizer IOC-Mitgliedern und den fünf Athletenvertretern zusammen. Das Sportparlament genehmigt unter anderem das Budget von Swiss Olympic, bestimmt über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern und wählt das Präsidium, die Mitglieder des Exekutivrats, des Stiftungsrats von «Swiss Sport Integrity» und des Stiftungsrats vom «Schweizer Sportgericht».