Der Dokumentarfilm über Hugo Koblet, «Pedaleur de charme», zeigt das Rennfahrerleben des Tour-de-France-Siegers von 1951 mit all seinen Sonnen- und Schattenseiten. Es wird über den raschen, auf seinem Talent basierenden Aufstieg vom Bäckerjungen an die Weltspitze, seinem Durchbruch beim Giro d’Italia 1950, berichtet. Die folgenden sehr erfolgreichen Jahre waren vom energischen Zweikampf mit Ferdi Kübler, welcher im Film selbst aussagt, geprägt, was wiederum zu sportlichen Höchstleistungen führte. Zum sportlichen Erfolg kam bald auch das private Glück. Nach dem Ende seiner kurzen Karriere 1958 folgte auch der private Abstieg.

Foto www.hugokoblet.ch
Bevor ich diesen Film gesehen habe, wusste ich nicht viel über Hugo Koblet; diese Dokumentation, gestützt auf zahlreiche Zeugenaussagen, hat mir nicht nur das Leben Koblets aufgezeigt, sondern auch einen allgemeinen Einblick in den Radsport zu dieser Zeit gegeben. Ich bin beeindruckt von der Lockerheit, mit welcher Hugo Koblet den Radsport und auch sein privates Leben ausübte. Unvergesslich sind die Art und Weise und die Unbekümmertheit, wie er zu seinen Rundfahrtensiegen an der Tour und am Giro gefahren ist! Besonders gefällt mir sein Kampfgeist und seine aussergewöhnliche Angriffslust. Der Film ist allen Radsportinteressierten zu empfehlen.

Im Schweizer Radsport gilt Gabriel Chavanne als Cancellara der Zukunft. Der U19-Nati-Radrennfahrer und dreifache Schweizermeister 2010 (Zeitfahren, Strassenrennen und Bahn) wohnt wie der vierfache Weltmeister in Ittigen.