Die letzten Wochen und Monate waren für mich sehr turbulent. Diverse Sachen führten dazu, dass von meiner Seite «Funkstille» herrschte.

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Nach dem Zürcher Sechstagerennen kam alles Unmögliche zusammen, das zusammen kommen konnte: Operation am Kiefer, Mittelohrenentzündung und danach ein ziemlich verkorkster zweiter Teil der Wintersaison. Das Trainingslager in Australien über die Festtage war toll, doch Krankheiten warfen mich in der Folge erneut zurück. Auf die Aufgabe in Rotterdam folgten die Plätze 2 und 4 in Bremen und Berlin. Das liess mich wieder hoffen, ehe ich mich in Kopenhagen mit Sitzproblemen herumschlug.
Dabeisein ist schön, gewinnen halt doch besser
Dieses ständige Auf und Ab setzte mir zu und ich musste handeln. Zusammen mit dem Nationaltrainer Daniel Gisiger und Swiss Olympic haben wir uns entschieden, dass ich die Weltmeisterschaften in diesem Jahr nicht bestreite. So habe ich mich etwas zurückgezogen und mir eine Auszeit genommen. Dieser Entscheid fiel mir sehr schwer, aber die Gesundheit hat Vorrang und eine missglückte WM würde ausser Frust nicht viel bringen. Dabeisein ist schön, gewinnen halt doch besser.
Mit vollen Batterien…
Stattdessen will ich alles auf die Saison 2011/2012 setzen. Die Olympischen Spiele in London werden nun zum grossen Thema.

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Ich hoffe, ihr habt Verständnis, dass ich nach 12 Jahren als Profi eine Pause brauche. Mit vollen Batterien fährt es sich dann auch wieder viel besser. Im Moment geniesse ich meine Zeit mit anderen (sportlichen) Aktivitäten: Ski fahren, joggen, lesen und all das machen, wofür ich vorher keine Zeit hatte.
Saisonaufbau und erste Rennen
Anfang März startete ich nach dreieinhalb Wochen ohne Rad den neuen Saisonaufbau. Anfangs April werde ich nach Mallorca ins Trainingslager gehen und anschliessend dort noch die Mallorca-Classic bestreiten. Vom 23. bis 28. April steht zusammen mit der Equipe Campionissimo von ASSOS die Sardinien-Rundfahrt auf dem Programm. Ich freue mich bereits jetzt auf den Sommer und besonders blicke ich bereits jetzt auf eine Revanche beim 6-Days in Zürich.
Franco Marvulli, Radrennprofi, ist mehrmaliger Welt- und Europameister auf der Bahn. An den Olympischen Spielen 2004 in Athen gewann er die Silbermedaille.
Dieser Artikel wurde erstmals am 7. März 2011 auf francomarvulli.ch veröffentlicht.
Vom 23. bis 27. März 2011 läuft in Apeldoorn die Bahn-Weltmeisterschaft. Sieben Schweizer Athleten stehen in Holland im Einsatz.