16. Februar 2010, sarah.meier

Sarah Meier schwitzt an den Winterspielen

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Seit unserer Ankunft am letzten Mittwoch habe ich schon so viel erlebt, ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll. Am besten mit dem Leben im olympischen Dorf, das schon sehr speziell ist. Da ich schon in Salt Lake City und in Turin dabei war, wusste ich zwar, was mich ungefähr erwartet. Hier in Vancouver gefällt mir das Village aber am besten. Die Zimmer sind sehr schön (es gibt sogar eine Badewanne, juhui!), es gibt zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten (Internet, Game- und TV-Lounges), riesige Fitnessräume und schliesslich das Essenszelt mit einem vielfältigen Angebot: McDonalds, McCafé, Pizza, Pasta etc. und das alles rund um die Uhr).

Die Aussicht von unserem Bett direkt auf die Skyline von Vancouver Downtown ist eindrücklich. Leider war bis jetzt das Wetter nicht sonderlich gut, wie ihr sicher alle mitbekommen habt. Das ist ja eines der Hauptthemen in der Berichterstattung.

Darum waren wir auch froh, war die Eröffnungsfeier indoor, wobei die Atmosphäre unter freiem Himmel wohl noch schöner gewesen wäre. Ich habe die Schlussfeier von Salt Lake City und die Eröffnungs- und Schlussfeier von Turin noch sehr präsent. Ich erinnere mich sehr gut an die emotionalen Momente, die schönen Shows, jedoch auch an das lange Warten und Frieren davor. Deswegen zog ich wohl etwas zu viel an und kam dann mit Skijacke und bei ca. 20 Grad Temperatur im Stadion ganz schön ins Schwitzen... Mal was anderes an Winterspielen ;)

Es war ein schönes Gefühl mit dem Schweizer Team ins Stadion zu laufen. Ich habe mich natürlich auch besonders gefreut für und mit Stéphane als Schweizer Fahnenträger.

Mein Training lief bis jetzt gut, ich konnte jedoch noch nie auf Wettkampfeis trainieren. Gestern sind meine Trainerin und ich vom olympischen Dorf zu einer Familie in North Vancouver gezogen. Da mein Wettkampf erst in 10 Tagen beginnt, brauche ich noch ein bisschen Ruhe, um die Konzentration bis dahin zu halten und Kräfte zu sparen. Ich werde die anderen Wettkämpfe natürlich trotzdem verfolgen und den Schweizern die Daumen drücke.

Sarah Meier und Manuela Pesko

www.sarahmeier.ch

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