28. April 2010, patrick.reber

Pokal im dritten Anlauf übergeben

Die verschiedenen TV-Beiträge und die Bilder in den Zeitungen der letzten Tage zeigen, dass die Medaillen- und Pokalübergabe am vergangenen Samstagabend in der Berner PostFinance-Arena in würdigem Rahmen über die Bühne ging. Entsprechend zufrieden und dankbar blicken wir auf das siebte Play-off-Finalspiel zurück.


Nachdem die Finalserie zwischen dem SC Bern und dem Genève-Servette HC nach der 4. Begegnung bereits 3 zu 1 stand und somit eine Entscheidung hätte fallen können, besuchten wir die letzten drei Spiele (zweimal in Bern und einmal in Genf) jeweils mit dem 20 Quadratmeter grossen Podest, den Medaillen und dem Meisterpokal im Gepäck.

Zweimal traten wir die Heimreise unverrichteter Dinge an. Und dies, nachdem sowohl in Bern wie auch in Genf der Tisch mit den Medaillen und dem Pokal für die Übergabe bereit stand. Der Genève-Servette HC kämpfte sich mit zwei Siegen in der Serie zurück und glich zum 3 zu 3 aus. Damit musste Spiel 7 die Entscheidung bringen.

Die «Finalissima»

So hatten wir am letzten Samstag zumindest die Gewissheit, dass im Nachgang des Spiels der Schweizermeister 2009/10 gekürt wird. Ich traf um 17.30 Uhr in Bern ein, kontrollierte zuerst, ob das Podest die Reise von Genf unbeschadet überstanden hat, vergewisserte mich dann bei den beiden TV-Produzenten, ob für die «Finalissima» und die anschliessende Pokalübergabe alles bereit sei und traf mich dann mit Vertretern des SC Bern, um die letzten Details zu klären. Zwei Stunden später orientierten wir die Medienvertreter anlässlich der Medienkonferenz 30 Minuten vor dem Spiel über die bevorstehende Zeremonie.

Mit der Nationalhymne kurz vor Spielbeginn und dem Puckeinwurf um 20.15 Uhr machte sich auch bei mir langsam aber sicher eine leichte Anspannung bemerkbar. Ich spielte im Kopf noch einmal den Ablauf durch und fragte mich, ob wir wohl alles vorbereitet haben, ob alle Involvierten ausreichend informiert sind und wie schnell wir nach Spielende mit dem Podestaufbau sein werden.

Die 4-1-Führung nach 43 Spielminuten deutete auf eine Pokalübergabe nach der regulären Spielzeit hin, also ohne Verlängerung oder gar Penaltyschiessen. So warteten wir mit angestiegenem Adrenalin auf die Schlusssirene. Der frisch polierte Pokal und die 40 Gold- und Silbermedaillen standen bereit und wurden von den Helfern im Bärengraben (so heisst der Durchgang zwischen den Garderoben und dem Eisfeld) mit den Handykameras als Andenken an das Meisterjahr 2010 verewigt.

Unser Wettkampf gegen die Zeit

Mit dem Spielende begann «unser» Wettkampf - ein Wettkampf gegen die Zeit. Wir wollten die Kernzone und das Podest spätestens nach zehn Aufbauminuten für die Übergabe bereit haben. Alle Helfer leisteten hervorragende Arbeit, so dass wir gemäss Zeitplan die Hauptdarsteller des Abends ehren konnten. Die Schiedsrichter, gefolgt von den Genfer Spielern und letztlich das Meisterteam stiegen die Treppe zum Podest hoch und wurden vom Präsidenten der National League, Marc Furrer, vom Direktor der National League, Werner Augsburger und von Alt-Bundesrat Adolf Ogi vor ausverkaufter Kulisse für ihre Leistung ausgezeichnet. Und zu guter Letzt als Höhepunkt einer jeden Meisterfeier stemmt der Berner PostFinance Top Scorer Ivo Rüthemann den Meisterpokal in die Höhe.

Damit war unsere Arbeit getan. Wir zogen uns zurück und genossen die tollen Bilder der feiernden Spieler und Fans auf dem Eis und auf den Zuschauerrängen.

Patrick Reber ist Leiter Kommunikation der National League und verantwortlich für das Pokalprozedere
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