4. März 2010, philipp furrer

Mann gegen Zeitverschiebung

Als ich am Montagmorgen in den Spiegel schaute, glotzten mich die olympischen Ringe an, oder mindestens zwei davon. Es ist unverkennbar: die Olympischen Spiele haben deutliche Spuren beim Webteam von Swiss Olympic in Ittigen hinterlassen. Wir haben in Bern und zu Hause in den letzten Wochen mitgefiebert, mitgelitten, mitgejubelt und mehrere Fast-Herzstillstände vor lauter Aufregung überlebt.

Lange Tage und kurze Nächte, das verträgt sich auf die Dauer schlecht. Während in Vancouver fairerweise Mann gegen Mann auf dem Programm stand, hiess es in Ittigen Mann gegen Zeitverschiebung. Arbeiten von 08:00 bis 17:00 (wie man das als anständige Schweizer und aus Fairness gegenüber den anderen Kollegen so macht) und dann... ja dann startete jeweils die Olympianacht erst richtig: News aufschalten, Bilder suchen, Facebook updaten und so weiter. Je länger die Spiele, desto grösser die «olympischen Augenringe».

Ich (Philipp Furrer, Webredaktor) in einer Kaffeepause noch vor dem Start der Spiele

Der gute alte Dampfer Swiss Olympic (er feiert im übernächsten Jahr seinen 100. Geburtstag) hatte sich im letzten Oktober entschieden, für Olympia noch zwei drei Kommunikations-Schnellboote zu lancieren: wir haben der Webseite ein Facelift verpasst und Facebook, Twitter, Youtube und den Olympiablog integriert und uns damit also quasi olympiabereit und so etwas wie modern gemacht. Dabei gab es doch einige Probleme zu lösen. Leider hatte beispielsweise irgendjemand schon vor uns den Twitteraccount «swissolympic» eröffnet. Den Offiziellen bei Twitter war zu unserem Erstaunen aber klar, dass zwischen diesem Account «swissolympic» und Swiss Olympic (geschützter Markenname) absolut keine Verwechslungsgefahr bestehen kann, weil… ähm… seis drum. Zweiter Versuch «swissolympicteam»: leider genau ein Buchstaben zu viel und mit Tee haben wir ja wirklich nicht viel am Hut, wobei in den letzten zwei Wochen ein Beruhigungstee zwischendurch nicht schlecht gewesen wäre. Auf Twitter sind wir jetzt einfach das «swissteam», tönt auch gut!

Manuela Ryter, Webredaktorin

Nebst dem, dass unsere richtige Videoausrüstung erst angekommen war, als die Athleten schon in Vancouver waren (aber auch dieses Problem konnten wir irgendwie lösen), hatten wir vor allem mit dem Generieren von Blogbeiträgen zu kämpfen (im Gegensatz zu Blogbeiträgen haben News ja die praktische Eigenheit, dass sie von selbst passieren). Leider (aber auch verständlicherweise) haben uns viele Athleten und Ehemalige, die wir gerne im Blog gehabt hätten, nie geantwortet (das war auch der Grund für die wenigen französischen Beiträge, was uns wirklich leid tut). Dafür haben wir uns umso mehr über andere gefreut. Unsere «Büroheldin» war ganz klar Vreni Schneider. Ihre beiden tollen Beiträge hat sie uns telefonisch übermittelt. Und ja, sie ist immer noch ganz die Perfektionistin, selbst wenn es ums Blogschreiben geht. Übrigens war sie immer so begeistert, dass ich die Lautstärke an meinem Telefon jeweils zurückdrehen musste. Vreni Schneider: für uns immer noch eine der ganz ganz Grossen.

Viel Freude hatten wir auch an «Louis ‹Spassbremse› Ciffer», unserem Chef-Gast-Kritiker. Er hat in seinen Kommentaren sowohl das seiner Meinung nach Gute als auch Schlechte benannt. Es hätte durchaus noch ein zwei andere solche Kommentierer vertragen. Was nicht ist, kann ja noch werden, und vielleicht wird auch auf unserem Blog schon bald richtig diskutiert - das würde uns freuen.

Vielen Dank allen Athleten, Betreuern, Funktionären, Blogkommentierern, Facebookpostern, Twitterfolgern, die in irgendeiner Weise zur tollen Olympiastimmung beigetragen haben.

Olympia ist immer, und deshalb werden wir euch weiterhin auf diesen Kanälen mit Themen und Geschichten aus der Olympiawelt versorgen. Bleibt also dran.

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