8. Juli 2010, christophe.augsburger

Das Gigathlon-Sporthilfe-Team bloggt: Ein Volleyprofi als «Gümmeler»

Die Entscheidung fiel mir schwer, als mich Marcel Brönnimann von der Sporthilfe fragte, ob ich nicht bereit wäre, am diesjährigen Gigathlon den Rennvelopart zu übernehmen. Ich als Volleyballer und Anti-Ausdauersportler soll am Gigathlon rund 230 Kilometer auf dem Rennrad absolvieren? Für mich schien dieses Vorhaben zuerst völlig unmöglich. Doch nach der berühmten Nacht darüber schlafen sagte ich unter der Bedingung, dass die Sporthilfe mir ein renntaugliches Fahrrad organisiert, zu. Von diesem Zeitpunkt an hatte ich rund einen Monat zur Vorbereitung. Eine sehr kurze Zeit, wenn man bedenkt, dass ich definitiv kein Ausdauersportler bin.

Das Fahrrad wurde mir von der Sporthilfe fast schon feierlich überreicht – ein ferrarirotes Cannondale Rennrad. Vermutlich ein Traum für jeden Hobby-Fahrradfahrer, doch für mich vorerst ein kleiner Alptraum. Schon im ersten «Training», einer 30 Kilometer langen Strecke ohne grosse Steigung, machte sich mein Hintern bemerkbar. Wie wird das erst, wenn ich innerhalb von zwei Tagen 230 Kilometer fahren muss? Ich stellte mir Höllenqualen vor. Als dann während der zweiten Trainingsfahrt «in the middle of nowhere» ein Reifen kaputt ging und ich 5 Kilometer bis zur nächsten Werkstatt laufen musste, verging mir die Lust auf den Gigathlon schnell. Auf was hab ich mich da nur eingelassen? Doch jeder Sportler kennt Tiefschläge, so raufte ich mich wieder zusammen und sass fleissig auf dem Rad und trainierte brav für mein Sporthilfe-Team. Und erstaunlicherweise fing es mir plötzlich an Spass zu machen, neben dem Volleyballtraining fast täglich noch etwa 80 Kilometer zu fahren. 

Leider musste ich zwischendurch erneut einen Tiefschlag einstecken. Schon längere Zeit ist mein rechtes Knie durchs Volleyball lädiert und die Schmerzen wurden wieder stärker. Doch ich hatte Glück: Diagnose «nicht so schlimm» - 1 Woche Trainingspause plus Physiotherapie. Und es hat gewirkt! Heute ist mein Knie wieder heil und ich bin ready für den Gigathlon. Ich freue mich auf die für mich wirklich grosse Herausforderung und aufs Sporthilfe-Team.

Wie ich mich schlage, erfährt man hier im Blog, unter www.facebook.com/ssh1970 und auf dem Live-GPS-Tracking unter www.gigathlon.ch.

Die Stiftung Schweizer Sporthilfe schickt unter dem Motto «the future is ours» ein Team of Five ins Abenteuer Gigathlon, das vom 9. bis 11. Juli rund um Thun über die Bühne geht. Mit dabei sind Schwimmerin Martina van Berkel (Schwimmen), Skicrosser Peter Stähli (Mountainbike), Volleyballer Christophe Augsburger (Rennrad), Eisschnellläufer Christian Oberbichler (Inline) und Bergläuferin Céline Koch (Laufen). 

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