10. Dezember 2009, martin.eisenring

Fahrertraining in Vancouver und Whistler

Das Organisationskomitee der Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Vancouver (VANOC) arbeitet auf Hochtouren. Die Fackel mit der Olympischen Flamme wird von den Kanadiern fleissig durchs ganze Land getragen, die Schauplätze erhalten den Feinschliff, es werden unzählige Simulationen durchgeführt und vieles mehr.

Eines dieser «vielen Mehrs» beinhaltet die Ausbildung der rund 25’000 freiwilligen Helfer in verschiedensten Bereichen. Rund 1’000 dieser Volunteers unterstützen die teilnehmenden Nationalen Olympische Komitees, 19 davon werden für das Swiss Olympic Team da sein. Damit diese Volunteers wissen was sie erwartet beziehungsweise was die Delegationen von Ihnen erwarten, werden seit rund sechs Monaten regelmässig Ausbildungen durchgeführt.



In den vergangenen beiden Wochen ist der Theoriesaal mit den Strassen von Vancouver und Whistler getauscht worden: Fahrertraining stand auf dem Programm.

Die meisten der Volunteers leben zwar in und um Vancouver und kennen die möglichen Anfahrtswege zu den Wettkampfstätten bestens. Während den Spielen gibt es aber beim Zugang zu den Venues sicherheitsbedingte Einschränkungen. Nebst den Fahrzeugen an sich gilt es also insbesondere diese neuen Wege kennen zu lernen.

Als Volunteers für die Schweizer Delegation vorgesehen bilden meine Teamkollegin Uli, sowie die beiden Alfreds, George und ich eine perfekt harmonierende Fahrgemeinschaft in einem der 50 an diesem Tag verwendeten Kombis (von rund 4’500 gesponserten Fahrzeugen).

Nach der einleitenden Präsentation von VANOC Services Center Managerin Simone Ramsauer, ehemals Swiss Olympic, geht es richtig los.

Bei herrlichem Sonnenschein geniessen wir die rund zweistündige Fahrt nach Whistler auf dem Sea-to-Sky Highway. Entlang dem Nordufer und via dem First-Nations-Gebiet «Squamish» führt der Weg in die sanften Berge rund um Whistler. Der November war mit rund 6.5 Meter Pulver so schneereich wie selten, seit gut 14 Tagen geniesst die Westküste nun aber schönstes Wetter bei stetig fallenden Temperaturen (Vancouver: 0 Grad, Whistler Dorf: -10 Grad, Whistler Peak -20 Grad).

In Whistler angekommen gilt es anhand von eigens dafür kreierten Szenarien, Lösungen für mögliche Herausforderungen zu finden. Schliesslich sollen die im Olympischen Dorf vergessenen Kopfhörer die dem Schweizer Athleten zur Konzentration vor dem Start dienen, so rasch wie möglich einem Betreuer innerhalb des Sicherheitsbereichs übergeben werden können. Verschiedenste Parcours führen uns beispielsweise vom Sliding Center (Eiskanal) zum Media Center und dann vom Olympic Park (Ski Nordisch) nach Creekside (Alpine Wettbewerbe). Highlight ist die Besichtigung des Olymischen Dorfs in Whistler. Die Athleten dürfen sich auch hier auf eine erstklassige Unterkunft und eine umfassende Infrastruktur freuen.

Die Stimmung im Auto ist toll, die Vorfreude auf die Spiele riesig. Auf der Rückfahrt wagen wir schon mal einige Prognosen, wie oft wir zur Feier von Medallien Richtung House of Switzerland fahren werden. Von uns aus kann’s losgehen - let’s go guys und bis bald in Vancouver & Whistler!

Martin Eisenring - Volunteer VANOC für Swiss Olympic

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