Dieses Wochenende finden die Weltcuprennen in Aspen statt. Meine erste Reise nach Amerika habe ich bis auf den Jetlag gut überstanden. Im Flugzeug hatte ich zum Glück eine gute Beschäftigung, um die Zeit während des achtstündigen Flugs nach Denver tot zu schlagen: Stricken. Den ersten Tag starteten wir in Arapahoe Basin (White River National Forest) mit freiem Skifahren, das heisst ohne Tore. Dies habe ich besonders genossen, denn ich konnte mich auf diese Weise gut an den aggressiven Schnee gewöhnen und meine Carving-Schwünge dort setzen, wo ich sie wollte. Anschliessend ging es zum Supermarkt nach Dillon, um Verpflegung einzukaufen. Unser Slalomteam ist jeweils in zwei Wohngruppen mit je drei Personen aufgeteilt. Ich habe das Glück, dass ich die Wohnung jeweils mit zwei tollen Köchinnen teile: Aline Bonjour und Sandra Gini.

Bild: Swiss-Ski
Die folgenden drei Tage trainierten wir jeweils zwei Disziplinen am Tag, wobei die Pistenverhältnisse toll waren. Die Nachmittage dienten mir, um ein wenig auszuruhen, mein Konditionstraining zu absolvieren, Videoanalysen vom jeweiligen Training mit Lionel Finance (Trainer) anzuschauen oder meine «Wehwehchen» von unserer Physiotherapeutin Ursina Banzer behandeln zu lassen. Nach diesen sehr intensiven Trainingstagen hatten wir einen Tag Pause und gönnten uns eine Shoppingrunde in den vielen verschiedenen Outlets in Silvertown: Der perfekte Ort, um meine Weihnachtsgeschenke zu besorgen.
In den nächsten Tagen werde ich mich weiterhin mit viel Traingsfleiss auf die Rennen in Aspen vorbereiten. Ich bin sehr motiviert, wenn ich an diese Renntage denke. Aber ich verspüre auch ein kleines Kribbeln in meinem Bauch. Vielleicht ein kleines Zeichen von Nervosität. Natürlich freue ich mich auch auf den Ort Aspen selber, denn ich habe schon eine Menge verrückte Sachen von dieser Stadt erfahren. Die Trottoirs sollen dort geheizt sein! Kein Wunder, denn Aspen ist laut Angaben des Forbes-Institutes die reichste Stadt der Vereinigten Staaten und zudem eine der reichsten der Welt.
Mein Ziel an meinen ersten Weltcuprennen in Amerika ist es, jeweils im zweiten Lauf wieder am Start zu stehen. Ich werde mein Bestes geben, um mein Ziel zu erreichen. Und ich hoffe, dass ich in elf Tagen mit guten Resultaten und schönen Erinnerungen nach Hause fliegen kann.
Esther Good, 23, ist eine der Hoffnungsträgerinnen für Sotschi 2014 in den technischen Disziplinen. Am 27. und 28. November startete sie an den Weltcuprennen in Aspen, Colorado, und bestritt damit ihre ersten Rennen in den USA überhaupt. Leider qualifizierte sie sich sowohl im Riesenslalom als auch im Slalom nicht für den zweiten Lauf.
Hier spricht Dierk Beisel, Chef Leistungssport bei Swiss-Ski, darüber, wie die Schweizer Technikerinnen in Sotschi 2014 wieder zur Weltspitze gehören.