1. September 2010, martin.hubmann

Ein «rendez-vous» der besonderen Art

Mit meinen 21 Jahren bin ich einer der «alten Hasen» aus der ganzen Reihe junger Sporttalente, welche zurzeit von der Sporthilfe unterstützt werden. Trotzdem habe ich mich letzten Freitag getraut, am schon legendären Patenschaftsevent «rendez-vous» in Zürich vorbeizuschauen.

Ich ging natürlich nicht nur des reichhaltigen Essensbuffets, des bekannten Sportmoderatoren Sascha Ruefer oder der hübschen Sportlerinnen wegen. Vielmehr ist es auch Sinn des Anlasses, dass wir unsere eigenen Paten treffen und so direkt sehen, wer uns unterstützt. So waren fast 100 andere junge Sportlerinnen und Sportler aus mehr als 30 Sportarten und etwa 40 Paten vor Ort. 

Gestärkt vom Apéro versuchten sich Paten und Athleten in vorgegebenen Sechsergruppen zusammenzufinden. Zum Glück bekam jede und jeder ein Namensschild, sodass alle ihre Teammitglieder fanden und wir am selben Abend noch mit dem «rendez-vous»-Circuit, einem kleinen Gruppenwettkampf aus sechs verschiedenen Spielen, beginnen konnten. Dabei mussten Talente aus ganz unterschiedlichen Sportarten wie Kunstturnen und Freestyle oder Synchronschwimmen und Orientierungslauf zusammenhalten, um den anderen Gruppen den Sieg streitig zu machen. Mit Memory, Tischfussball oder Minigolf waren unterschiedliche Qualitäten gefordert und man lernte sich in der Gruppe besser kennen.

Durch den Abend begleitete uns kein Geringerer als Sascha Ruefer. Für ihn eigentlich ein Klacks, vor 150 Leuten zu stehen - aber auch er kam ins Schwitzen. Vermutlich lag es an der Raumtemperatur oder am Komikerduo Edelmais, welches diesen Sommer die Patenschaft einer jungen Kunstturnerin übernommen hat und Freude daran hatte, Sascha auf der Bühne das Leben schwer zu machen.

Spannend fand ich, als uns grosse Namen wie die Hürdenläuferin Lisa Urech – selbst Patenathletin – oder Radrennfahrer Franco Marvulli während des Abendprogramms von ihren Höhenflügen und Enttäuschungen erzählten. Weitere Einblicke gaben Papa Federer, der sichtlich nervös vor den US-Open war, oder Andrina Schläpfer, die Silbermedaillengewinnerin der ersten Youth Olympic Games - direkt eingeflogen aus Singapur.

Eigentlich war der Abend viel zu kurz. Denn nach einem feinen Dessertbuffet und anschliessender Rangverkündigung des «rendez-vous»-Circuits war offiziell Schluss der amüsanten Veranstaltung. Viele Teilnehmer freuen sich bestimmt schon auf das nächste «rendez-vous» der Sporthilfe. Neue Bekanntschaften mit gleichaltrigen Sportlern aus anderen Sportarten zu schliessen, ist aufregend und ich hoffe, dass es die Stiftung Schweizer Sporthilfe noch viele, viele weitere Jahre geben wird. An dieser Stelle möchte ich mich bei der Sporthilfe für ihre Unterstützung, jungen Talenten den Weg zur Weltspitze zu vereinfachen, herzlich bedanken!

Martin Hubmann ist Mitglied des OL-Nationalkaders. Er hat vier Medaillen an Junioren-Weltmeisterschaften gewonnen und startet jetzt mit 21 Jahren bei der Elite durch. Auf seinem Weg wird er von der Sporthilfe mit einem Sport Scholarship Top und einer Patenschaft unterstützt. Das Talent liegt in der Familie: Sein älterer Bruder ist der zweifache Weltmeister Daniel Hubmann.

Tags: , ,

Kategorien: Athleten

Print this

Kommentare

Powered by BlogEngine.NET
Design von Philipp Furrer, Barbara Kohler und Andy Müller