Unter dem Motto «Road to London» und mit dem Ziel, mit jeder Turnsportart an den Olympischen Sommerspielen 2012 in London vertreten zu sein, hat der Schweizerische Turnverband (STV) am Freitag, 21. Januar 2011, offiziell die Qualifikationsjahre 2011 und 2012 eröffnet. In der Jubiläumshalle in Magglingen trafen sich die Turn-Nationalkader Kunstturnen Frauen und Männer, Rhythmische Gymnastik, Trampolin, die Verbandsspitze sowie Vertreter des Hauptsponsors «Cornèrcard» zum ersten Kadertag.

Bild: Peter Friedli, STV
Der Kadertag des STV war für Athletinnen und Athleten eine tolle Sache. Zum ersten Mal kommunizierte der Präsident und der Chef Spitzensport des STV Turnern und Trainern die Richtung, die es einzuschlagen und einzuhalten gilt. Ebenfalls spürten wir vom STV-Hauptsponsor «Cornèrcard», vertreten durch Stephan Kotyczka, die moralische Unterstützung. Das tat gut.
Seit 2008 Richtung London unterwegs
Für die Athleten und Trainer begann die Planung bereits nach den Olympischen Spielen 2008. Durch die vom Schweizerischen Turnverband (STV) vorgegebene Karriereplanung der Athleten sind die möglichen Olympiaanwärter für alle vier Spitzensportarten des STV bereits bekannt. Und seit Januar 2009 trainiert ein neues Trainerteam unter meiner Leitung mit dem Nationalkader der Kunstturner in Magglingen.
Das Unmögliche möglich machen
Gemeinsam wollen wir das grosse Ziel – die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London – erreichen. Alle Kunstturn-Athleten haben ihre Aufgaben zum Erreichen dieses grossen Ziels erhalten. Die individuellen Trainingspläne in Technik und Athletik umzusetzen, sind Voraussetzung für eine gute Vorbereitung zur Selektions-Weltmeisterschaft im Oktober 2011 in Tokio. Dort muss das Team mindestens den 8. Rang erreichen, damit es sich direkt für die Olympischen Spiele selektionieren kann. Diese Aufgabe ist eine grosse Herausforderung für uns, denn auch die anderen Teams zwischen Rang 7 und 16 kämpfen hart um Platz 8.

Bild: Peter Friedli, STV
Erreicht unser Team in Tokio nicht mindestens Rang 8, so gibt es noch eine zweite Chance im Januar 2012. Dann können die Teams auf den Plätzen 9 bis 16 nochmals zu einer zweiten Selektion antreten. Die vier besten Teams sind dann dabei.
Das Potential ist vorhanden
Unsere Kunstturner verfügen über das nötige Potential, dieses Zwischenziel zu erreichen. Sie müssen aber hart, diszipliniert und zielgerichtet arbeiten. Dabei auch auf Gesundheit und Psyche achten sowie ihren Trainern und Funktionären vertrauen. Wir unterstützen sie beim Erreichen ihres Ziels und setzen alles daran, das beste Umfeld für gute, ja sehr gute Leistungen zu schaffen. Gemeinsam wird es uns gelingen, das beinahe Unmögliche möglich zu machen, zum ersten Mal seit Barcelona 1992 wieder als Team an Olympischen Spielen dabei zu sein.
Gute Leistungen sind gefragt
Wir hoffen, die Fans unterstützen uns weiterhin, diesmal auf dem langen Weg nach London. Mit ihrem Interesse an unserem Sport spornen sie uns immer wieder zu guten Leistungen an - und diese benötigen wir unbedingt.
Der Schweizer Bernhard Fluck ist seit Anfang 2009 Cheftrainer Kunstturnen Männer. Mit ihm soll sich die Mannschaft für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifizieren.