3. November 2010, manuela.bezzola

Taekwondo am «End der Welt» - internationales Trainingslager in Magglingen

Nach zahlreichen Trainingslagern im Ausland war es endlich einmal an der Zeit, ein Trainingslager zu Hause durchzuführen. Um nicht immer mit denselben Sparring-Partnern trainieren zu müssen, wurden mehrere Teams nach Magglingen eingeladen. Somit durften wir anfangs Oktober die Teams aus Norwegen, Dänemark, Holland, Schweden, Schottland und Ägypten begrüssen.

Alle waren sichtlich begeistert von unseren absolut perfekten Bedingungen in Magglingen. Nicht nur der fantastische Ausblick bereitete Freude, sondern auch die Halle «End der Welt», die extra mit drei Kampfflächen ausgestattet wurde.

Fit fürs Sparring

Nach dem Bezug der Zimmer sowie einer kurzen Führung durch die Sportanlagen konnte am Donnerstag mit dem Trainingslager begonnen werden, wobei der Name Trainingslager nicht wirklich passt: Auf dem Programm stand einzig und alleine Sparring. Somit konnte jedes Team das Morgentraining nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen gestalten, um dann am Nachmittag für die ca. zweistündigen Sparringseinheiten fit zu sein. Jedoch liessen wir es uns nicht nehmen, auch einmal an einem Training der anderen Länder teilzunehmen. Der ägyptische Coach jagte uns quer durch die Halle, währenddem der norwegische Assistenztrainer uns mit anspruchsvollen Koordinationsübungen aufwärmte.

Am Nachmittag ging es dann zur Sache. Drei Kampfflächen, auf jeder Fläche zwei Paarungen. 12 Wettkämpfer verlangten sich während 2x2 Minuten alles ab, danach wurde gewechselt und die nächsten 12 Athleten standen auf der Matte. Dies während ca. 2 Stunden. Langweilig wurde es mit etwa 60 Wettkämpfern niemandem.

Zwischen Ernst und Unbeschwertheit

Der Höhepunkt des Lagers war - ein Tag vor Lagerende - der turnierähnliche Wettkampf am Samstag. Die Coaches machten am Freitag Abend die Paarungen. Somit hatte jeder Wettkämpfer am Samstag zwei bis drei Kämpfe. Um das Ganze so wettkampfgetreu wie möglich zu machen, wurden einige Schweizer Schiedsrichter eingeladen. Die Idee des Wettkampfs war, dass jeder Wettkämpfer die Atmosphäre eines echten Turniers vorfand, jedoch viel lockerer an den Start gehen konnte als sonst. Nach einem verlorenen Kampf war nicht wie gewöhnlich Endstation, nein, es wurde weitergekämpft. Somit entstanden einige sehr spektakuläre Kämpfe, nicht letztens wegen der hochkarätigen Sportler, die in Magglingen waren. Unter den Athleten befanden sich nebst Olympiateilnehmern auch Medaillengewinner von Europa- und Weltmeisterschaften.

Das Trainingslager war ein super Erfolg. Das Feedback der Athleten und Trainer war sehr positiv. Wir hoffen daher, auch nächstes Jahr wieder zahlreiche Teams einladen zu können. Anhand unserer Leistungen am «Turnier» konnten wir wieder einmal sehen, dass wir auf einem sehr guten Weg sind und unserem Ziel - London 2012 - wieder ein Stück näher sind.

Manuela Bezzola ist die grösste Schweizer Taekwondo-Hoffnung für London 2012.
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