Herr Gabi, Sie sind Fachgruppenleiter Rope Skipping Swiss. Erklären Sie uns Ihre Sportart in einigen Sätzen.
Rope Skipping ist die moderne Form vom alt bekannten Seilspringen. Seilspringen kennt man von der Schule und Jugendzeit – Rope Skipping ist schnell, dynamisch. Dank neuen Seilmaterialien können höhere Tempi und kompliziertere Formengesprungen werden. Rope Skipping kennt eine schierWeiter...
Herr Hofmann, Sie sind Präsident der Swiss Streethockey Association (SSHA). Erklären Sie uns ihre Sportart in drei Sätzen.
Streethockey ist eine dem Eishockey artverwandte Sportart. Die Spielregeln entsprechen denn auch weitgehend denjenigen des Eishockeys. Streethockey wird aber in normalen Laufschuhen auf Hartbelag (Beton, Asphalt usw.) und mit einem Hartplastikball gespielt. Die Sportart wird sowohl von Männern als auch von Frauen ausgeübt.

Bild: zvg
Was für eine Ausrüstung braucht es, um Streethockey zu betreiben, und wie viel kostet sie?
Die Spielerinnen und Spieler tragen normale Laufschuhe, Eishockeyhandschuhe, Schienbeinschoner und einen Eishockeyhelm und sie verwenden einen Eishockeystock. Die Torhüterausrüstung entspricht – ausser dem Schuhwerk – derjenigen eines Eishockeytorhüters.
Die Kosten für die Ausrüstung eines Feldspielers betragen ungefähr 330 Franken, diejenigen für einen Torhüter betragen schnell einmal einige tausend Franken.
Wie viele Menschen betreiben Streethockey in der Schweiz und wie viele Vereine gibt es?
An der Schweizermeisterschaft nehmen 90 Mannschaften teil, die sich auf verschiedene Ligen verteilen. Der Verband hat zirka 1500 aktive Spielerinnen und Spieler lizenziert. Streethockey wird aber auch von vielen Sportlern auf Turnplätzen und Hinterhöfen gespielt, ohne dass sie lizenziert sind.

Bild: zvg
Was macht einen erfolgreichen Streethockey-Spieler aus?
Kraft und Ausdauer alleine machen noch keinen erfolgreichen Streethockeyaner aus. Die hohe Dynamik eines hochstehenden Streethockeyspiels verlangt von den Athleten ausserdem Antrittsschnelligkeit, schnelles Reaktionsvermögen sowie Beweglichkeit und taktisches Verständnis. Ohne diese Fähigkeiten würde kein intelligentes und schnelles Spiel entstehen.
Was macht Streethockey zur schönsten Sportart der Welt?
Streethockey ist eine intensive und dynamische Mannschaftssportart, die bereits von Jugendlichen überall ohne grosse Infrastruktur und ohne hohe finanzielle Aufwendungen ausgeübt werden kann. Als Spitzensport zieht Streethockey – vor allem in Übersee, Tschechien und der Slowakei – immer wieder tausende von Zuschauern in den Bann.
Weitere Informationen gibt es auf www.ssha.ch oder www.streethockeyfans.ch
In der Serie «Was ist eigentlich...?» stellen wir Ihnen Unbekanntes aus der Sportwelt vor.
Vom 30. August bis zum 4. September 2011 finden in Atzmännig-Goldingen die Grasski-Weltmeisterschaften statt. Wir haben uns bei Clemens Caderas, dem Nationaltrainer von Swiss Grasski, nach den Geheimnissen seiner unbekannten Sportart erkundigt – und stiessen dabei auf Interessantes...
Clemens Caderas, erklären Sie uns Ihre Sportart in drei Sätzen.
Grasskifahren ist von der Technik her sehr verwandt mit dem alpinen Skifahren. Sie kann überall praktiziert werden, allerdings dürfen die Wiesen nicht allzu holprig sein. Da nur Wenige diese Sportart betreiben, herrscht auf den «Pisten» keine Hektik und kein Stress – kein Anstehen am Lift, ruhiger Betrieb. An Rennen herrscht eine familiäre Atmosphäre, alles ist überschaubar und jeder hilft jedem.

Foto: Clemens Caderas
Was für eine Ausrüstung braucht es, um Grasski zu betreiben, und wie viel kostet sie?
Wer an internationalen Wettkämpfen teilnimmt, braucht drei Paar Rennskier, für Slalom, Riesenslalom und Super-G. Das sind die drei Disziplinen, die wir fahren. Die Skier sind Weiter...
Herr Alpiger, Sie sind Chef Leistungssport vom Schweizerischen Tauziehverband STV. Erklären Sie uns Ihre Sportart in drei Sätzen.
Seil- oder Tauziehen ist ein Teamsport mit je acht Athleten und/oder Athletinnen, welche gegen ein zweites Team mit gleich vielen Beteiligten einen Wettkampf austragen, ohne dass sich die Mannschaften körperlich berühren können.

Das Mixed-Team aus Stans im Einsatz.
Gewinner eines Kampfes ist das Team, dem es gelingt mittels eines 32 Meter langen Taus die gegnerische Mannschaft vier Meter auf die eigene Seite zu ziehen. Es zieht in der Vorrunde jedes Team Weiter...
Thierry Jeanneret, Sie sind Trainer des Ski-OL-Kaders, das Ende März in Schweden an der Ski-OL-WM um Medaillen kämpfte. Erklären Sie uns Ihre Sportart in drei Sätzen.
Ski-OL ist ein Wettkampfsport, der auf spannende Art und Weise Langlauf und Orientierungslauf miteinander verbindet. Auf einem eigens präparierten Loipennetz sind mit Hilfe der Karte in möglichst kurzer Zeit eine Anzahl Posten in vorgegebener Reihenfolge anzulaufen und elektronisch zu «stempeln». Die Athleten messen sich in drei verschiedenen Einzeldisziplinen (Sprint, Mitteldistanz und Langdistanz) und in der Staffel.

Andrin Kappenberger an der Ski-OL-WM
Was für eine Ausrüstung braucht es, um Ski-OL zu betreiben, und wie viel kostet sie?
Neben der normalen Langlaufausrüstung, die für Einsteiger schon für einige hundert Franken zu haben ist, braucht es ein Ski-OL-Gestell für die Karte und einen Kompass, was zusammen rund 250 Franken kostet. Die Ausrüstung, die unsere Kaderathleten benutzen und die auf die jeweiligen Schneeverhältnisse abgestimmt ist, kostet rund 8‘000 bis 10‘000 Franken. Weiter...
Rolf Zurbrügg, Sie sind Disziplinenchef der «Skitourenrennen»-Nationalmannschaft des Schweizerischen Alpen-Clubs SAC. Erklären Sie uns Ihre Sportart in drei Sätzen.
Militärische Patrouillenläufe auf Skiern, also Skitourenrennen, waren von den ersten Olympischen Winterspielen in Chamonix 1924 bis zur Austragung von 1948 in St. Moritz eine olympische Disziplin. Der Aufstieg wird mit Ski bewältigt, auf die Haftfelle geklebt werden, welche dann vor der Abfahrt entfernt werden. Je nach Rennen gibt es mehrere Aufstiege – zum Teil auch zu Fuss, mit den Ski auf dem Rucksack – und Abfahrten zu bewältigen. Ein Rennen dauert unterschiedlich lange, zwischen drei Minuten (Sprint), zwei Stunden (Einzelrennen Weltcup) und sechs Stunden (Langdistanzrennen, beispielsweise Patrouille des Glaciers oder Mezzalama).

Was für eine Ausrüstung braucht es, um die Sportart Skitourenrennen auszuüben, und wie viel kostet sie?
Grundsätzlich braucht es nur eine Skitouren- und eine Sicherheitsausrüstung. Das heisst: Skischuhe, Ski, eine Tourenbindung mit flexibler Ferse für den Aufstieg und einer Fixierung der Ferse für die Abfahrt, Haftfelle, Rucksack, Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Lawinensonde, Lawinenschaufel, Schutzjacke und –hose und eine Rettungsdecke aus Alu. Eine «normale» Skitourenausrüstung mit Ski, Bindung und Schuhen kostet rund 1400 Franken (und wiegt rund acht Kilo). Eine Top-Rennausrüstung kostet rund 4500 Franken (und wiegt rund 2,5 Kilo). Weiter...
Hans-Peter Birchler, Sie sind Disziplinenchef Telemark bei Swiss-Ski. Erklären Sie uns Ihre Sportart in drei Sätzen.
Telemark ist die ursprünglichste Skitechnik, benannt nach der Provinz des Erfinders aus Norwegen, und die wohl schönste Art Ski zu fahren: Durch die fehlende Fixierung der Ferse fährt man mit Ausfallschritt, doch auch wenn der Telemarker bei jedem Schwung andächtig vor Freude in die Knie geht, ist er bei weitem kein «Heiliger»! Es gibt drei Telemark-Wettkampfdisziplinen: Riesenslalom (wie der alpine Riesenslalom, jedoch immer mit einem Sprung über zirka 25 Meter, bei dem auch Weite und Landung bewertet werden), Classic (ein Lauf mit verschiedenen Pistenabschnitten mit Riesenslalom-Toren, Steilwandkurven, Skating-Strecken und einer Sprungschanze) und Telemark Sprint Classic (wie Classic-Rennen, aber zwei Läufe auf kürzerer Strecke).

Was für eine Ausrüstung braucht es, um Telemark zu betreiben, und wie viel kostet sie?
Um Telemark zu betreiben, Weiter...
Franco Giori, Sie sind Präsident von Swiss Faustball. Erklären Sie uns Ihre Sportart in drei Sätzen.
Faustball, eine der schnellsten Ballsportarten, ist ein Mannschafts-Kampfspiel und zählt zu den sogenannten Rückschlag-Spielen: Zwei Teams mit je fünf Spielern stehen sich auf einem 20x50 Meter grossen Spielfeld, getrennt durch ein auf zwei Metern Höhe gespanntes Band, gegenüber. Die Spieler schlagen den Ball mit der Faust oder dem Arm – mit dem Ziel, den Ball direkt oder indirekt im gegnerischen Feld so zu platzieren, dass der Gegner diesen nicht erreichen kann. Ein Spiel ist gewonnen, wenn eine Mannschaft zwei oder drei Sätze für sich entschieden hat, wobei jeder Spielgang mit der Angabe beginnt und mit dem ersten darauffolgenden Fehler endet.

Was für eine Ausrüstung braucht es, um Faustball zu betreiben, und wie viel kostet sie?
Um Faustball zu spielen, braucht es ein Spielfeld auf dem Rasen oder in der Halle mit Linien und Netz, einen Faustball sowie geeignete Sportbekleidung. Der Faustball, der ungefähr so schwer und so gross wie ein Fussball ist, kostet zwischen 30 und 100 Franken. Weiter...
Willi Schuppli, Sie sind Leiter der IG Radquer. Erklären Sie uns Ihre Sportart in drei Sätzen.
Radquer - auch Cyclocross oder Querfeldein genannt - ist eine Radsportdisziplin, die ausschliesslich im Herbst und Winter betrieben wird. Die Querfeldein-Rennen, erstmals ausgetragen Anfangs des 19. Jahrhunderts, finden normalerweise auf einem kurzen, übersichtlichen Rundkurs, vorwiegend auf Feldwegen, Wiesen oder in Waldpartien statt. Die Rennen dauern maximal eine Stunde und führen über steile Abfahrten, eingebaute Laufpartien oder künstliche Hindernisse, die die Fahrer zum Absteigen und Schultern des Rades zwingen.
Eindrücke von der Weltmeisterschaft 1988 mit den Schweizern Beat Breu, Pascal Richard, Albert Zweifel und Hansruedi Büchi
Was für eine Ausrüstung braucht es, um Radquer zu betreiben, und wie viel kostet sie?
Für die Radquerrennen werden spezielle, möglichst leichte, aber stabile Rennräder benützt; ähnlich dem Strassenvelo, aber mit speziellen Bremsen und Reifen. In den Nachwuchskategorien können auch die inzwischen weit verbreiteten Mountainbikes gefahren werden. Die speziellen Crossräder gibt es inzwischen praktisch von jedem Fahrradhersteller. Die Preiskategorie variiert je nach Ausrüstung, gute Räder Weiter...