8. März 2012, swiss.olympic

«Ich machte überall mit, wo es etwas zu gewinnen gab»

16. Februar 2012, swiss.olympic

«Kimi Räikkönen auf die Toilette begleiten»

Mirjam Stebler ist seit der Hockey-WM 2009 Mitglied bei Swiss Olympic Volunteer. Unterdessen hat sich die Lotzwilerin längst daran gewöhnt, auf www.swissvolunteer.ch alle wichtigen Infos rund um freiwillige Einsätze im Sport zu finden. Wir sprachen mit ihr unter anderem über Highlights und Träume im Leben eines Volunteers.
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23. Januar 2012, anna.ostini

Als Volunteer am Lauberhorn

Die Nacht liegt noch über dem Berner Oberland. Während die letzten Partygäste im Dunkeln verschwinden, sind andere schon zu ihrem Einsatz unterwegs. Auf meinem Weg in das Funktionärsbüro mache ich einen Halt in der Zentrale, wo ein Zivildienstler hinter Bergen von verschieden farbigen Jacken auftaucht.

Gleich wird der Ansturm losgehen, wenn Weiter...

14. Juni 2011, manuela.ryter

Weitsprung statt Blindflug – dank freiwilligen Guides

Mit vollstem Vertrauen in seinen Guide springt Lukas Hendry über sechs Meter ins Nichts – er ist einer der weltweit besten blinden Weitspringer. Ohne Freiwillige, die ihm in Training und Wettkampf die Augen ersetzen, wäre sein Erfolg undenkbar.

Lukas Hendry steht kerzengerade auf der Weitsprungbahn. Er hebt die Arme nach vorne. Mit leisen Aufforderungen zupft sein Guide Roman Thomet an ihm herum. Er richtet ihm die Füsse aus, die Hüfte, die Schultern, den Kopf. Jede Körperachse muss exakt die richtige Position haben, damit der Athlet, wenn er dann in voller Geschwindigkeit losläuft, auch in die exakt richtige Richtung rennt. Und damit er nach dem Absprung auch wirklich im Sand landet. 

Während Hendry unbeweglich in dieser Position verharrt, rennt sein Guide zur Weitsprunggrube, stellt sich in die Mitte der Bahn und beginnt mit seinem akustischen Signal: «Ta-Ta-Ta», ruft er laut und klatscht den Takt dazu. Hendry beugt sich vor, geht ein wenig in die Knie, in Startposition. Und läuft los. Volle Geschwindigkeit. Genau acht Doppelschritte. Dann springt er ab. Ins Nichts. In vollem Vertrauen in den Guide, der ihm in diesem Augenblick die Augen ersetzt.

Schneller Aufstieg

Hendry ist blind. Wegen einer angeborenen Krankheit sah der heute 32-Jährige aus Düdingen im Kanton Freiburg schon immer schlecht. Vor neun Jahren dann kam das, wovor er sich immer gefürchtet hatte: Weiter...

6. Mai 2011, ilaria.esposito

Leidenschaft – die Triebfeder der Freiwilligenarbeit

Leidenschaft – so lautet der Schlüssel zur Motivation aller Freiwilligen, sich im Sport zu engagieren. Gemäss Beatrice Lundmark, mehrmalige Schweizermeisterin im Hochsprung und Kommunikations- und Event-Managerin, ist dies das Geheimnis, um mehr Menschen, insbesondere Frauen, als Freiwillige für den Sport zu gewinnen.


Foto: Spielmann

Ein Hauptgrund, warum sich Menschen bei Sportveranstaltungen und in Sportvereinen engagieren, ist die Leidenschaft für den Sport und vor allem für die betreffende Sportart. Beatrice Lundmark, neunmalige Hochsprung-Schweizermeisterin, zufolge ist dies die unabdingliche Voraussetzung, Freiwillige für ihren Einsatz im Sport zu motivieren. Weiter...

11. April 2011, hanspeter.berger

Heisser Maissalat für die Gigathleten

Seit dem unvergesslichen Gigathlon an der Expo.02 bin ich als Ressortleiter Catering für die Verpflegung der Sportler und Helfer verantwortlich.

Seither passieren mir jedes Jahr auch lustige, heikle und bemerkenswerte Geschichten. So beobachtete ich einmal bei einem Kontrollgang durch die Fassstrasse, nach ca. zwei Stunden Nachtessensausgabe einen Gigathleten, der offensichtlich sehr hungrig eine Gabel Maiskörner in den Mund schiebt. Er verbrennt sich zwar den Mund, scheint das Essen aber dennoch zu geniessen. Sofort begebe ich mich in die Produktion, suche den Verantwortlichen der Küche und stelle ihm die Frage: «Warum kann sich ein Sportler am Maissalat den Mund verbrennen?» Dieser ganz aufgelöst: «Ich weiss es wirklich nicht!» Die genaue Abklärung ergibt dann, dass aus Versehen der Maissalat aufgeheizt wurde. Einige Befragungen bei den Gigathleten ergibt, dass das «Maisgemüse» hervorragend mundet und mit der sämigen und leicht säuerlichen Sauce erfrischend schmeckt. Also haben wir von da an den Maissalat erhitzt, keine einzige Beschwerde erhalten, im Gegenteil: viel Lob!

Über 50’000 Mahlzeiten in drei Tagen

Auch am Gigathlon 2011 werden wir in den drei Tagen wieder über 50’000 Mahlzeiten für die Gigathlon-Community bereitstellen. Ein Gigathlon-Tag beginnt früh – und für unser Catering-Team noch früher: Jeweils ab 3 Uhr morgens bieten wir den Sportlern ein reichhaltiges Frühstück mit frisch aufgebackenen Brötchen. Auch der «Lunch Bag» mit dem Mittagessen muss bereits beim Frühstück bereit sein, damit die Gigathleten diesen mitnehmen können. Natürlich bieten wir auch warme Pasta-Menus für Single- und Couple-Gigathleten entlang der Strecke an. Das sind etwa 300 bis 400 pro Tag.

    

Ab 17 Uhr werden in den Verpflegungszelten (dieses Jahr gleich an zwei verschiedenen Standorten – Leukerbad und Turtmann) während acht Stunden je ein Fleisch- und ein Vegi-Menu angeboten. Ich als Ressortleiter Catering stehe mit meinem Namen dafür, dass auch die letzten der über 6000 Nachtessen, die ausgegeben werden, gute Qualität haben und nicht verkocht sind. Weiter...

25. März 2011, manuela.ryter

«Als Sportler profitiere auch ich von den unzähligen freiwilligen Helfern»

Sie sind Trainerinnen und Materialchefs, Sekretäre und Vorstandsmitglieder: Tausende Freiwillige in den Schweizer Sportverbänden. Jedes Jahr investieren sie viele Stunden in ihren Verein – gratis und franko. Was treibt sie an? Unter (vielem) anderen das Mitspracherecht, sagt Felix Weilenmann, die gute Seele des Triathlonvereins Triclub Seeland. Denn «Freiwillige denken mit – sie sind keine Angestellten, die nur ausführen» (Goldene Regel in der Freiwilligenarbeit Nr. 2).

Ohne sie wäre der Schweizer Sport tot: Die Tausenden Freiwilligen, die jedes Jahr zig Stunden für ihren Verein einsetzen. Sie geben Trainings, sie coachen Jugendliche, sie organisieren Wettkämpfe, sie machen die Vereinsbuchhaltung, sie stellen Trainingslager und «Chlousehöcks» auf die Beine, sie dienen als Zeitmesser und Schiedsrichter, sie chauffieren Kids zum Fussballplatz, ins Hallenbad oder in die Berge zum Skirennen, sie schreiben Texte fürs Vereinsheft, sie suchen Sponsoren für ihre Talente, sie organisieren Material und geeignete Trainingsmöglichkeiten.

Insgesamt wurden im Jahr 2010 insgesamt 3,42 Millionen ehrenamtliche Stunden in den Schweizer Sport investiert, wie die kürzlich veröffentlichte Vereinsstudie aufgezeigt hat. Der Wert dieser Arbeit? Fast zwei Milliarden Franken! Nur dank dieser wertvollen und kostenlosen Arbeit ist es möglich, dass 1,6 Millionen Schweizerinnen und Schweizer, darunter 34 Prozent Kinder und Jugendliche, in knapp 21'000 Sportvereinen trainieren können, von denen 86 Prozent Wettkampfsport betreiben.


                                                                                                            Bild: Swiss Olympic

Doch was treibt diese vielen engagierten Menschen an? Weshalb verbringen sie ihre Abende mit unbezahlter Arbeit statt mit Kino? Weshalb fahren sie an ihren Wochenenden als freiwillige Helfer an Wettkämpfe statt in die Berge? Klar ist: So viele unterschiedliche ehrenamtliche Aufgaben es gibt, so viele Antworten gibt es auf diese Fragen. Es sei ein Geben und Nehmen, sagt der 38-jährige Felix Weilenmann, Ironman-Spezialist aus Aegerten bei Biel und die gute Seele des Triathlonvereins Triclub Seeland. Während seine zwei Buben um seinen Bürotisch im ausgebauten Estrich herumwuseln, erledigt er administrative Arbeiten für den Verein, an anderen Abenden leitet er Trainings oder denkt an Sitzungen über die Zukunft des Vereins mit. Und daneben legt er jede Woche schwimmend, rennend und radfahrend hunderte Kilometer zurück. Weiter...

2. März 2011, swiss.olympic

Jörg Schild spricht über eine mögliche Schweizer Olympiakandidatur

26. Januar 2011, nicole.aebi*

Die jüngste Freiwillige an der EM - ganz nah an den Stars

Ich finde es lässig, dass ich an der Eiskunstlauf-EM dabei bin! Ich bin begeisterte Eiskunstläuferin. Vor einem Jahr machte ich einen Kinderkurs, da hat es mich voll gepackt. Heute trainiere ich viermal pro Woche, im Moment für den vierten Stern. Für mich ging ein Traum in Erfüllung, als ich erfuhr, dass ich an der EM als Flower-Kind dabei sein darf!

Es ist das erste Mal, dass ich als Freiwillige arbeite. Vier Einsätze habe ich in dieser Woche. Meine Aufgabe ist es, zusammen mit anderen Kindern die Stofftiere und Rosen auf dem Eis einzusammeln. Es wäre ja blöd, wenn ein Läufer über ein Tierli stolpern würde! Fans werfen diese auf das Eis, wenn der Läufer die Kür beendet hat. Was die Läufer dann damit machen, weiss ich nicht. Die Tierli nehmen sie wahrscheinlich als Andenken mit nach Hause, die Rosen stellen sie in ein Wasserbecken. Weiter...

21. Januar 2011, edi.thomann

Als Volunteers sind alle gleich – und doch erfrischend verschieden

Sport interessiert mich. Aber es ist nicht so, dass ich für den Volleyballsport ein besonderes Faible hätte. Doch bei meinen Internetrecherchen für einen Volunteereinsatz stiess ich letzten Frühling auf den Grand Slam in Gstaad; da dachte ich mir, dass es ganz spannend wäre, die Beachvolleyballer, die man ja sonst nur aus dem Fernsehen kennt, einmal live zu sehen. Und das Datum im Sommer passte mir, weil ich während meinen Einsätzen jeweils gerne im Camper wohne.  

Sieger nach Volunteerpunkten
Am «1to1 energy Grand Slam Gstaad» war ich 17 Tage im Einsatz und sammelte 170 Volunteerpunkte. Damit war ich 2010 der «bestverdienende» Freiwillige. Auf die stolze Zahl kam ich, weil Weiter...

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