1. Dezember 2010, sebastien.rouiller

«GummiLove»: Snowboarder engagiert sich in der Aidsprävention

Snowboarder als Vorbilder – geht das? Landläufig haftet der Snowboardgemeinde nach wie vor ein Image von Sex, Drugs und Rock ‚n’ Roll an. Heute ist Welt-Aids-Tag - und der ehemalige Schweizer Snowboardprofi Daniel «Gummi» Rietmann engagiert sich mit seinem Projekt «GummiLove» in der Aidsprävention. Er zeigt damit, dass Snowboarder sehr wohl Verantwortung übernehmen und Vorbilder sein können.

Die Idee für «GummiLove» kam dem umtriebigen Daniel Rietmann, dem ehemaligen Schweizer Snowboardprofi, bereits vor fünf Jahren. Anstoss für das Präventionsprojekt war ein Freund, der bereits mit dem HI-Virus zur Welt kam. Rietmann erlebte dessen schwere Jugend mit, die Medikamente und die Nebenwirkungen. Dies habe ihn gegenüber der Aidsproblematik sensibilisiert und treibe ihn auch heute noch in seiner Arbeit an, sagt er.


Daniel Rietmann mit seiner Trophäe für das «Best Swiss Brand»

Auch gab Rietmann der Lebenswandel gewisser Mitglieder der Szene zu denken, welche ständig und immer mehr ihr Glück herausfordern würden. «Ich will ihnen zeigen, Weiter...

28. September 2010, sebastien.rouiller

«Ich hätte mir niemals erträumt, mit 18 Jahren an der Weltspitze zu sein»

Aus Schweizer Sicht gab es beim diesjährigen freestyle.ch, dem grössten Freestyle-Event Europas mit den Disziplinen Snowboard, Freeski, FMX (Motorrad) und Skateboard, wenig Grund zum Jubeln. Eine Ausnahme war in Zürich der 18-jährige Elias Ambühl. In der Disziplin Big Air musste sich der Freeskier nur ganz knapp dem Schweden Henrik Harlaut geschlagen gegeben. Im Interview nimmt der Bündner Stellung zu den Olympia-Plänen der relativ jungen Freeski-Bewegung.

Bild: Marc Weiler 

Elias Ambühl, es laufen Bestrebungen, Freeski-Halfpipe ins olympische Programm für «Sotschi 2014» aufzunehmen. Was würde dies für Sie bedeuten?

Für die Freeski-Szene wäre dies sicherlich ein grosser Schritt. Schliesslich stehen wir seit Jahren im Schatten der Alpinen und der Snowboarder. Die Professionalität Weiter...

3. August 2010, sebastien.rouiller

Vom Brandy zum «liquid ice» – so gewinnt man einen Marathon

Bei schwülheissen 28 Grad lief Viktor Röthlin vorgestern an den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona leichtfüssig zum Sieg und bescherte der Schweiz sensationell den ersten Leichtathletik-Europameistertitel seit 24 Jahren. Im Anschluss an das Rennen erklärte der für seine akribische Vorbereitung bekannte Obwaldner, dass sein erprobtes System im Rennen perfekt  geklappt habe. Auf den ersten fünf Kilometer kühlten ihn am Körper befestigte Cool-Pads. Danach sorgte in klar definierten Abständen so genanntes «liquid ice» für eine möglichst tiefe Körpertemperatur. Zudem nahm Röthlin alle 2,5 Kilometer Wasser zu sich, um einer allfälligen Dehydrierung entgegenzuwirken. Sein Rezept ging so gut auf, dass er gemäss eigener Aussage die letzten Kilometer sogar geniessen konnte.

Der kuriose olympische Marathon 1904
Alles andere als seinen Zieleinlauf geniessen konnte dagegen vor über hundert Jahren Thomas Hicks, Sieger des olympischen Marathons 1904 in St. Louis, einem der kuriosesten Rennen der olympischen Geschichte. Gemäss Überlieferung soll Weiter...

10. Juni 2010, sebastien.rouiller

Mentale Stärke statt Arbeitszeugnisse - Im Gespräch mit Evelyne Leu

Nach den Olympischen Winterspielen von Vancouver 2010 beendete Ski-Freestyle-Athletin Evelyne Leu ihre glanzvolle Karriere. Im Gespräch lässt die Aerial-Olympiasiegerin von Turin 2006 nochmals Höhen und Tiefen Revue passieren und erzählt über ihre berufliche Zukunft.

 

Evelyne Leu, Sie mischten von 1994 bis 2010 im Ski-Freestyle-Zirkus als Aerial-Springerin an der Spitze mit. Wenn Sie auf die vergangenen 17 Jahre zurückblicken, welches waren die schönsten respektive bittersten Momente in Ihrer Karriere?

Der mit Abstand schönste Moment war jener, als mir in Turin kurz vor der Landung bewusst wurde, dass alles stimmte. Die Gewissheit, dass Weiter...

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