Die Medaillen sind vergeben, Analysen gemacht, Bilanzen gezogen. Als Sofa-Zuschauer habe ich gefiebert, gezittert, gejubelt und gelitten - und leide immer noch: unter Vancouver-Entzug. Was haben wir den Sport in all seinen herrlichen und hässlichen Facetten durchlebt! Die sportlichen Wettkämpfe als medial aufbereitetes Konzentrat unseres eigenen Lebens. Aber auf den Tod, der für einmal zuschlug, hätten wir dann doch gerne verzichtet…
Klar begeisterten mich Schweizer Siege, packende Duelle und tragische Helden. Aber mehr noch interessierte mich, wie die Olympioniken in extremen Situationen reagieren: Wer zeigt Grösse in der Niederlage? Und wie verhält sich ein Sieger in der Stunde seines Triumphs?
Mal unter uns: Hätte Simon Ammann nicht mal locker seine Kontrahenten verhöhnen können, nachdem er viermal deutlich am weitesten gesprungen war? Oder hätte er nicht wenigstens mal vom Podest runter dem österreichischen Cheftrainer kurz den Stinkefinger zeigen können Weiter...