Thomas Lambert ist neuer Präsident der Athletenkommission

Erstellt: 09.05.2011

Anfangs Mai tagte zum achten Mal das Athletenparlament. Gianna Hablützel-Bürki trat als Präsidentin der Athletenkommision zurück. Zum neuen Präsidenten wurde Thomas Lambert gewählt. Zudem wählte das Athletenparlament Sergei Aschwanden neu in den Vorstand. Sportminister Ueli Maurer und Daniel Suter, der neue CEO von Swiss Olympic, machten mit ihrer Präsenz deutlich, wie wichtig sie die Anliegen der Spitzensportlerinnen und Spitzensportler nehmen.


Thomas Lambert, Skiakrobat (im Bild bei seiner Teilnahme an den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver) und Mitglied des Exekutivrats von Swiss Olympic, ist der neue Präsident der Athletenkommission. (Foto: Keystone)

Seit der Gründung der «Swiss Olympic Athletes Commission» (SOAC) im März 2003 hatte Gianna Hablützel-Bürki als deren Präsidentin gewirkt. Am 8. Athletenparlament, das am 2. Mai 2011 im Haus des Sports in Ittigen tagte, trat die Olympia-Silbermedaillengewinnern im Degenfechten («Sydney 2000») zurück. Ersetzt wird sie durch das bisherige Vorstandsmitglied Thomas Lambert. Der Skiakrobat vertritt die SOAC auch im Exekutivrat von Swiss Olympic. Der Ruderer André Vonarburg gab ebenfalls seinen Rücktritt aus der Athletenkommission. Er will sich voll und ganz auf die Vorbereitung der Olympischen Spiele 2012 konzentrieren und wird durch Sergei Aschwanden ersetzt. Der 35-jährige Judoka hatte an den Olympischen Spielen 2008 in Peking die Bronzemedaille gewonnen und studiert heute Sport und Wirtschaft in Lausanne.

Schulterschluss durch Olympia-Kandidatur

Wie schon im vergangenen Jahr stattete Sportminister Ueli Maurer auch dieses Jahr dem Athletenparlament wieder einen Besuch ab. Er erläuterte den Athletenvertretern die Spitzensportstrategie des Bundes und erklärte, warum er im Moment selbst keinen Sport treiben kann. Der Bundesrat musste nämlich vor kurzem einen Sehnenriss im linken Fuss operieren lassen, die sportliche Motivation hat er deshalb aber nicht verloren: Den Wasalauf und den «Engadin Skimarathon» hat der Sportminister für das nächste Jahr bereits im Visier. Motiviert äusserte sich Maurer auch zum Thema «Olympia-Kandidatur Schweiz»: «Wenn etwas integriert über Sprachgrenzen hinweg, Jung und Alt, Mann und Frau, dann ist es der Sport, der einen Schulterschluss provozieren kann. Es würde unserem Land gut tun, wieder einmal etwas Grosses wie Olympische Winterspiele zu organisieren.» Er sei überzeugt, dass Winterspiele ein Gewinn für die Schweiz seien, wenn sie sorgfältig organisiert würden.

Rückenwind nutzen

Daniel Suter, seit dem 1. März 2011 CEO von Swiss Olympic, begrüsste die Anwesenden als «Hüttenwart» im Haus des Sports. Auch er sprach über die Olympia-Kandidatur: «Wir wollen den Rückenwind einer Kandidatur nutzen, um unsere sportlichen Ziele zu erreichen.» Er sei überzeugt, dass die Olympischen Spiele viel bewegen würden in der Schweiz. «Wir sind per se ein super Organisationsland.» Suter bat die Athletenvertreter und deren Verbandspräsidenten um Unterstützung bei der Verwirklichung der Kandidatur und sagte zum Schluss: «Vieles würde uns durch Olympische Spiele im eigenen Land einfacher fallen.»

Das nächste Athletenparlament findet am 30. April 2012 statt.


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