Die verrückten Abenteuer des Sportministers

Erstellt: 28.04.2010

Zum siebten Mal versammelte sich das Athletenparlament am vergangenen Montag im Haus des Sports in Ittigen. Gianna Hablützel-Bürki, die Präsidentin der Athletenkommission, konnte neben den Athletenvertretern auch Sportminister Ueli Maurer und die Führungsspitze von Swiss Olympic begrüssen.

Es war das erste Mal, dass ein Bundesrat sich die Ehre gab und das Athletenparlament, die jährliche Versammlung der Athletenvertreter, besuchte. Bundesrat Ueli Maurer unterhielt die rund 40 anwesenden Athletinnen und Athleten mit persönlichen Anekdoten und klaren Aussagen zur staatlichen Unterstützung des Spitzensports. «Ich muss mich immer für etwas Verrücktes anmelden, damit ich auch mal aus dem Büro gehe und trainiere», sagte Maurer zur Tatsache, dass er sich auf Langlauf-Skis an den 90 Kilometer langen Wasa-Lauf im schwedischen Mora gewagt hatte. Maurers nächstes Ziel: der Nationalpark Bike-Marathon, bei dem es 4000 Höhenmeter auf einer Länge von 140 Kilometern zu bewältigen gilt.

Bezüglich Spitzensport-Förderung durch den Staat betonte Maurer, wie zufrieden er mit der Spitzensport-Rekrutenschule und den Wiederholungskursen für Spitzensportler sei. Auch seien mittlerweile 18 Sportler mindestens Teilzeit vom Staat als Zeitmilitärs angestellt. «Ich würde in dieser Beziehung gerne mehr machen, aber da müssen wir uns herantasten. In der Wahrnehmung der Bevölkerung ist es noch nicht so, dass die Leute sagen: Wir brauchen das.» Erfolge wie jene des Zeitmilitärs Dario Cologna könnten hier aber helfen, so Bundesrat Maurer. Gleichzeitig stellte er klar: «Wir werden nie Österreich oder Italien sein mit hunderten von staatlich angestellten Sportlern.» Glücklicherweise habe die Schweiz aber gute Verbände, gute Vereine und unheimlich viele Freiwillige. «Das muss auch in Zukunft die Basis sein.»

Ein eindrückliches Referat hielt Gian Gilli, Leiter Spitzensport und olympische Mission von Swiss Olympic. In Anwesenheit von Jörg Schild, Präsident von Swiss Olympic, und Marc-André Giger, CEO von Swiss Olympic, versprach er den Sportlern zum einen, alles zu tun, um optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Zum anderen mahnte er sie auch, nicht zu vergessen, dass sie die Motivation und den Willen zu absoluten Spitzenleistungen selbst mitbringen müssten.

Bildlegende: Die Vorstandmitglieder der Athletes Commission übergeben Bundesrat Ueli Maurer ein Geschenk (v.l.): Gregory Martinetti, Thomas Lambert, Monika Leuenberger, Christoph Hubacher, Ueli Maurer, Karel Novy, Gianna Hablützel-Bürki, Carlos Lima, Roger Cadosch.


Lesen Sie auch das Interview im Olympiablog mit Roger Cadosch und Thomas Lambert, Mitglieder des Exekutivrats von Swiss Olympic und Mitglieder im Vorstand der Swiss Olympic Athletes Commission.


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