Sportverbände wollen Schweizer Olympia-Kandidatur
Erstellt: 19.11.2010
Ittigen, 19. November 2010. Die Vertreter der Schweizer Sportverbände haben am Sportparlament 2010 ein klares Bekenntnis für Olympische Winterspiele in der Schweiz abgelegt. Zudem wurde Urs Winkler in den Exekutivrat von Swiss Olympic gewählt und der «Schweizerische Inline Hockey Verband» als 83. Mitgliedverband von Swiss Olympic aufgenommen.

Das Sportparlament hat heute Freitagabend grünes Licht für die Prüfung einer Schweizer Kandidatur für Olympische Winterspiele 2022 gegeben. Die Delegierten der Mitgliedverbände von Swiss Olympic taten dies mit 385 Ja-Stimmen ohne Gegenstimme bei zwei Enthaltungen. Sie erteilten der Geschäftsstelle von Swiss Olympic den Auftrag, die notwendigen Voraussetzungen einer Schweizer Kandidatur zu evaluieren.
«Die Vertreter des Schweizer Sports haben heute deutlich gemacht, dass sie an Olympischen Winterspielen in unserem Land interessiert sind», sagte Jörg Schild, Präsident von Swiss Olympic. «Swiss Olympic wird nun die interessierten Regionen und alle weiteren Partner an einen Tisch holen, um gemeinsam eine schlagkräftige ‹Kandidatur Schweiz› auf die Beine zu stellen.» Voraussetzung für eine Schweizer Kandidatur ist, dass am 6. Juli 2011 keine europäische Stadt zum Austragungsort für die Olympischen Winterspiele 2018 gewählt wird. In diesem Fall wäre es nämlich äusserst unwahrscheinlich, dass die Winterspiele 2022 erneut nach Europa vergeben werden. Im Rennen für 2018 sind München (D), Annecy (FR) und PyeongChang (KOR). Stephan Netzle wird neuer Vizepräsident Neben dem Beschluss über eine Schweizer Olympia-Kandidatur fällten die Delegierten weitere bedeutende Entscheide. Weil René Vaudroz, der während neun Jahren als Vizepräsident von Swiss Olympic amtete, Ende Jahr zurücktritt, wählte das Sportparlament Urs Winkler in den Exekutivrat. Zum neuen Vizepräsidenten wurde Stephan Netzle gewählt. Nachfolger von Gerhard Walter, der per Ende Jahr als Präsident der Disziplinarkammer für Dopingfälle zurücktritt, wird der bisherige Vizepräsident, Martin Sterchi. Im Stiftungsrat von Antidoping Schweiz wird Kurt Wüthrich durch Jacques Diezi ersetzt.
Dem Antrag des «Schweizerischen Inline Hockey Verbandes» um eine Aufnahme bei Swiss Olympic wurde zugestimmt. Damit wird der 1990 gegründete Verband mit rund 2500 Aktivmitgliedern am 1. Januar 2011 das 83. Mitglied von Swiss Olympic. Bilder zum Sportparlament 2010 finden Sie unter folgendem Link: Bilder Sportparlament 2010 Weitere Informationen: Christof Kaufmann, Leiter Medien und Information, Tel. 076 422 03 66
|