Swiss Olympic schafft eine Vignette für leistungssportfreundliche Lehrbetriebe
Erstellt: 26.08.2009
Ittigen, 26. August 2009. Mit der Vergabe der Vignette «Leistungssportfreundlicher Lehrbetrieb» strebt Swiss Olympic flexible und individuell auf Sportlerinnen und Sportler abgestimmte Berufslehren an. Damit sollen junge Talente neben ihrer Sport-karriere nicht auf eine Berufslehre verzichten müssen. Auf das Schuljahr 2009/2010 wurde das Projekt in vier Schweizer Kantonen gestartet.

Zahlreiche Schulen und Gymnasien nehmen dank speziellen Sportfördermodellen auf die Bedürfnisse von jungen Leistungssportlern Rücksicht. Wer aber die Berufslehre als Ausbildungsweg wählt, kämpft häufig gegen Widerstände und wenig flexible Modelle. Swiss Olympic will dies ändern. In den Kantonen Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Tessin erhalten Lehrbetriebe, die einem oder mehreren Sporttalenten die Möglichkeit geben, Sportkarriere und Berufslehre zu verbinden, die Vignette «Leistungssportfreundlicher Lehrbetrieb». Karin Rauber, Bereichsleiterin Leistungssport und Schule/Ausbildung bei Swiss Olympic, sagt: «Es ist absolut zentral, dass auch Sportlerinnen und Sportler, die nicht den schulischen Ausbildungsweg wählen, ihre Sportkarriere mit einer Ausbildung kombinieren können. Ansonsten werden diese jungen Talente nach Abschluss ihrer obligatorischen Schulzeit vor die Wahl Sport oder Ausbildung gestellt. Das darf nicht sein.» Kantonale Koordinationsstelle als Dreh- und Angelpunkt Die vier derzeit involvierten Kantone haben als Grundvoraussetzung eine kantonale Koordinationsstelle eingerichtet, welche die Zusammenarbeit von Lehrbetrieb, Athlet, Eltern, Berufsschule, Verbänden und Swiss Olympic regelt. Wichtigste Anforderung für einen leistungssportfreundlichen Lehrbetrieb ist die Bereitschaft, flexible Lösungen anzubieten, wenn es beispielsweise um die tägliche Arbeitszeit des Sportlers oder um dessen Ausbildungsdauer geht. Die Lehrbetriebe werden für ihr Engagement nicht monetär entschädigt. Sie können jedoch auf einen fokussierten, motivierten und disziplinierten Lernenden zählen. Lernende Sportler müssen mindestens zehn Stunden pro Woche trainieren und im Besitz einer «Swiss Olympic Talents Card National» oder einer «Swiss Olympic Talents Card Regional» sein. Im Gegenzug profitieren sie von einer auf sie persönlich abgestimmten und flexiblen Ausbildung. Breite Abdeckung als Ziel Neben der Vergabe von Qualitäts-Labels für Bildungsinstitutionen kann Swiss Olympic nun auch Lehrbetriebe für ihr Engagement zugunsten des Schweizer Sports auszeichnen. Das Projekt soll in den kommenden Jahren auf möglichst viele Schweizer Kantone ausgedehnt werden. Damit reagiert der Dachverband auf die Aufhebung der Lehre zum Berufssportler im Jahr 2007. 
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