Hoffen auf den Sonntag

Erstellt: 14.01.2012

Der Schweiz ist der Auftakt zu den ersten Olympischen Jugend-Winterspielen (YOG) nicht geglückt. Killian Peier im Skispringen sowie das Alpin-Quartett im Super-G waren ein gutes Stück von den Medaillen entfernt. Besser soll es für das Swiss Youth Olympic Team morgen Sonntag werden – insbesondere in der «Superpipe» von Kühtai.

Killian Peier kam auf der Schanze von Seefeld auf den neunten Rang. Schon nach dem ersten Durchgang hatte er dieselbe Position belegt. Mit beiden Sprüngen (72,5 und 70,5 Meter) war er nicht ganz zufrieden, blieb er doch jeweils mehrere Meter hinter seinen Trainingssprüngen zurück. Auch im Optimalfall wäre allerdings eine Medaille wohl nicht drin gelegen, zu stark war die vom Slowenen Anze Lanisek angeführte internationale Konkurrenz. Lanisek knackte als Einziger die 80-Meter-Marke.

Super-G zum Abhaken
Von den vier Alpin-Athleten klassierte sich Luana Flütsch als Beste knapp in den Top Ten. Im oberen Teil handelte sie sich bereits einen zu grossen Rückstand ein. Jasmina Suter ihrerseits schied mit guter Zwischenzeit aus. Ganz vorne setzte sich die Französin Estelle Alphand – Tochter des ehemaligen Abfahrtsstars Luc Alphand – hauchdünn mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung durch.
Den Schweizer Junioren lief es nicht wesentlich besser. Sandro Simonet (11.) und Jan Gut (13.) rechnen sich in der Super-Kombination von Morgen oder in den technischen Disziplinen mehr Chancen aus. Das Podest lieferte ein äusserst ungewöhnliches Bild: Marokko vor Schweden und Andorra! Sieger Adam Lamhamedi ist allerdings in Kanada zuhause.

Freestyler und Snowboarder überzeugen
Der Schweizer Fokus wird morgen auf Kühtai gerichtet sein, wenn die Freestyler und Snowboarder ihre Läufe in der 180 Meter langen «Superpipe» absolvieren. Kai Mahler als Zweiter und Alexia Bonelli als Sechste stehen beide bei der olympischen Premiere in der Ski Halfpipe im Final. Dasselbe gelang Snowboarder David Hablützel, der als Vierter ebenfalls direkt im Final steht und sich den Umweg über den Halbfinal damit gespart hat. Im Halbfinal wäre Lucas Baume gestanden, aber der Waadtländer stürzte und soll für den Slopestyle-Event von Donnerstag und Freitag geschont werden. Celia Petrig schied aus.

Gelungenes Programm von Todeschini
Nach dem Kurzprogramm liegt Eiskunstläufer Nicola Todeschini auf dem guten 9. Zwischenrang. Dem Athleten aus dem Berner Jura gelang ein beinahe fehlerfreies Programm. Der gleich vor ihm gestartete Chinese Han Yan beeindruckte Publikum und Jury mit vier Dreifach-Sprüngen, darunter auch eine dreifach-dreifach Kombination - ein ausserordentlich hohes Niveau im Juniorenbereich.

Curler mit zwei Siegen
Das Curling-Team in der Besetzung Michael Brunner (Skip), Elena Stern, Romano Meier und Lisa Gisler startete gut ins Mixed-Curling-Turnier. Das Quartett bezwang nacheinander Neuseeland 6:2 und Norwegen mit 8:2. Die inferioren Neuseeländer waren kein Gradmesser, die Norweger agierten fehlerhaft. Trotzdem: die Schweizer spielten solide und nutzten die Schwächen ihrer Gegner resolut aus. In der Gruppe Blau müssen die Schweizer einen Rang unter den ersten vier (von acht Teams) belegen, dann spielen sie am Mittwoch ab den Viertelfinals um die Medaillen.


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