Viele Impressionen am Olympic Day

Erstellt: 25.06.2010

Auf der ganzen Welt wurde gestern der Geburtstag der Olympischen Bewegung gefeiert. Auch Swiss Olympic zelebrierte den diesjährigen «Olympic Day» mit einem öffentlichen Fest im Haus des Sports in Ittigen. Kinder massen ihre Kräfte an den «Mini-Olympics», Sport-Legenden erzählten ihre olympischen Geschichten und am Abend gab es Musik und Fussball.

Swiss Olympic feierte gestern den Gedenktag der Olympischen Bewegung, die am 23. Juni 1894 von Pierre de Coubertin gegründet wurde. Das Haus des Sports in Ittigen stand denn auch ganz im Zeichen der olympischen Ringe: Neben vielen Informationen zur olympischen Bewegung, von den Ideen Pierre de Coubertins über die olympischen Symbole bis zu den grössten Schweizer Highlights an Olympischen Spielen, bot der «Olympic Day» ein spannendes Programm für Familien und Olympiabegeisterte. Viele Sportverbände hatten zudem die Gelegenheit, ihre Sportart zu präsentieren.

Highlight Bobfahren

Zahlreiche Kinder und Jugendliche massen sich vor dem Haus des Sports an den «Mini-Olympics»: An einem Biathlon rannten sie um die Wette und erzielten mit Tennisbällen möglichst viele Treffer, auf einem Rollbrett rodelten sie um eine Stange, den Fussball spielten sie möglichst in eines der Löcher in der Trefferwand, sie hüpften in Säcken, übten sich beim Veloparcours und tasteten sich bei der Paralympic-Disziplin blind um Stangen. «Olympische Spiele machen Spass», fand Marco aus Ittigen, kurz bevor er sich konzentriert ins nächste Rennen wagte. Von allen Disziplinen, die er im Fernsehen gesehen habe, möge er Speerwerfen am liebsten.

Das Highlight des gestrigen «Olympic Day» war jedoch die Bobanschiebebahn mit dem Bobteam von Sabina Hafner. Bei bestem Sommerwetter schoben Kinder, Jugendliche und Erwachsene mehr oder weniger schnell den Bob an der Zeitmessung vorbei. Einige vergassen dabei den Bobpiloten, andere vergassen zu bremsen. Doch alle waren begeistert. «Mal etwas anderes», sagte Nina aus Bremgarten – in einen Eiskanal würde sie sich jedoch nicht wagen. «Und wenn, dann nur mit gemischten Gefühlen.» Valentin aus Ittigen, der den Bob mit ein paar Kollegen anschob, fand das Bobfahren «cool», er habe das auch schon im Fernsehen gesehen.

Spannende Olympische Geschichten

Nicht weniger sportlich ging es im Haus des Sports zu und her, wo ehemalige Olympioniken von ihren Erlebnissen an Olympia, von ihren Träumen und Enttäuschungen erzählten. Kunstturner Bruno Cavelti beispielsweise, erlebte wie die Olympischen Spiele in Los Angeles 1984 zum gigantischen Sportanlass wurden. Edy Hubacher erzählte mit viel Enthusiasmus, wie er als Leichtathlet und Bobanschieber als einer der wenigen Sportler weltweit sowohl an Olympischen Sommerspielen wie auch an Winterspielen teilnahm. 1968 startete er in Mexiko in den Disziplinen Kugelstossen und Diskuswerfen. 1972 gewann er in Sapporo sogar Gold im Vierer- und Bronze im Zweierbob.

Swiss-Olympic-Mitarbeiterin und Ruderin Kim Plugge, Diplomgewinnerin im Doppelzweier in Sydney 2000, erzählte, wie sie an der Schlussfeier und im Olympischen Dorf die Faszination von Olympia miterleben durfte: «Alle Nationen und Kulturen vermischten sich und man spürte, dass der Sport tatsächlich verbindet.» Von dieser Faszination bekam Synchronschwimmerin Julia Vasileva, die in Sydney mit dem russischen Team Gold holte, nichts mit: «Olympia war wie jeder andere Wettkampf. Wir waren wie Roboter, die funktionieren mussten. Ausgehen konnten wir kaum und von der Stimmung im Olympischen Dorf spürten wir nichts.» Und die Olympiamedaille war einfach ein Sieg mehr, die Russinnen waren sich gewohnt zu gewinnen: «Wir freuten uns in erster Linie darüber, dass nun alles vorbei war.» Wie das gesamte Team hörte sie nach Sydney mit Synchronschwimmen auf. Dem Sport aber blieb sie treu. Als Chefin Leistungssport der Schweizer Synchronschwimmerinnen vermittelt sie heute mit viel Enthusiasmus die positiven Werte des Sports.

«Olympic Night»

Als Abschluss eines fantastischen Tages fand in der Hall of Fame des Haus des Sports die «Olympic Night» statt, die ganz im Zeichen von Musik und Fussball stand. Eröffnet wurde der Event von den aufstrebenden Berner Newcomern «Leef», die mit ihrem Auftritt gleich von Beginn weg für eine ausgelassene Stimmung sorgten. Während die Gebrüder Müller, ihres Zeichens Ju-Jitsu-Weltmeister und World Games-Sieger 2009, eine packende Show boten, verwandelte sich der Nebensaal in eine Fussballarena. Die beiden Live-Kommentatoren von Radio Gelb-Schwarz glänzten nicht nur mit flapsigen Sprüchen, die manch ein Moderator in Südafrika vor Neid hätte erblassen lassen, sondern brillierten ebenfalls mit ihrem Fussballfachwissen. Abgerundet wurde der Abend von der Band «SRNVTBHE». Country-Music meets Olympia! Schliesslich war es Johnny Cash, der seinerzeit ein Lied den Olympischen Ringen gewidmet hat – oder so ähnlich… «and it burns, burns, burns...»


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