Naturerlebnis am Gigathlon
Erstellt: 18.06.2010
Unter dem Motto «catch the sun» machen sich im Juli 5600 Gigathleten auf eine spielerische Jagd nach der Sonne. Dieses Motto drückt nicht nur den Wunsch nach gutem Wetter und guter Energie aus. Die Anspielung auf den energiespendenden Fixstern betont auch das Anliegen von Swiss Olympic, den Grossanlass Gigathlon umweltschonend zu gestalten.

«Das Naturerlebnis ist seit der Gründung eines der Kernelemente des Gigathlon», sagt Projektleiter Corsin Caluori zur Ursprungsidee des beliebten Ausdauerevents, der heuer vom 9. bis 11. Juli stattfindet. Darin sei auch bereits der Grundstein für die gleichzeitige Entwicklung von Umweltmassnahmen verankert. Die Gigathleten unternehmen schwimmend, rollend und laufend eine Abenteuerreise durch die Schweiz und deren vielfältige Landschaft. Sie überwinden Berge, Schluchten, Seen und Ebenen und behalten später fantastische Eindrücke in Erinnerung. Das ultimative Abenteuer für Ausdauersportler hat sich im Laufe der Jahre zu einem der beliebtesten Sportanlässe der Schweiz entwickelt, bei Top-Athleten genauso wie bei Breitensportlern.
Gigathleten sensibilisieren
Als Grossanlass hat der Gigathlon Auswirkungen auf die Umwelt. Tonnenweise Abfälle fallen an, Verkehrskilometer werden generiert, Natur und Landschaft werden beansprucht. Um solche Umweltbelastungen möglichst zu verringern, werden seit 2004 in einem eigenen Ressort Umwelt entsprechende Umweltmassnahmen geprüft und umgesetzt. Jedes Jahr setzt der Gigathlon gezielt weitere Umweltschwerpunkte und baut damit die Massnahmen zu Abfallmanagement, Verkehrslösungen und Ressourcenschonung weiter aus. Am diesjährigen Gigathlon werden folgende drei Kernmassnahmen umgesetzt: Mehrwegbecher, Trash Heroes und ein umfassendes Shuttle-Konzept (siehe Kasten).
Samuel Wyttenbach, Ressortleiter Umwelt des Gigathlon und Verantwortlicher von ecosport.ch: «Die Umweltmassnahmen am Gigathlon sollen nachhaltig wirken: Wir sensibilisieren deshalb die Gigathleten auch für ihren Trainingsalltag, indem wir die konkreten Auswirkungen von umweltbewusstem Verhalten aufzeigen.» So sparten 6 000 Gigathleten gemeinsam zehn Tonnen CO2 ein, wenn jeder einmal auf eine Autofahrt von zehn Kilometern verzichte. Gigathlon setzt auf ecosport.ch
Der Gigathlon hat sich eine führende Rolle im Bereich «Ökologie und Grossveranstaltung» zum Ziel gesetzt. Deshalb arbeitet das OK eng mit ecosport.ch zusammen, der Informationsplattform von Swiss Olympic mit Tipps zur Verminderung von Umweltbelastungen an Sportveranstaltungen. Sportveranstalter, Sportsupporter und Bewilligungsbehörden finden auf www.ecosport.ch einheitliche und leicht umsetzbare Tipps und Anregungen, wie sie Veranstaltungen umweltfreundlicher und kostensparend organisieren können.
Die drei Kernmassnahmen
1. Mehrwegbecher:
Die Gigathleten und Zuschauer können ihre Becher wieder auffüllen lassen. Nach Gebrauch werden die Becher bei den Verkaufsstellen zurückgenommen, nach dem Gigathlon gewaschen und kommen am nächsten Sportanlass wieder zum Einsatz, insgesamt über 150 Mal. Damit wird die Umweltbelastung gegenüber einem PET-Becher oder einem Polystyrolbecher mindestens halbiert.
2. Trash Heroes:
Über fünfzig grün bekleidete Helfer, bereits bekannt als «Trash Heroes», sorgen am Gigathlon dafür, anfallende Abfälle zu trennen, einzusammeln und wegzuräumen. Darüber hinaus informieren die Trash Heroes die Gigathleten über die korrekte Entsorgung und Trennung der Abfälle in PET, kompostierbaren Abfall und Restmüll. Allein mit konsequentem PET-Recycling spart der Gigathlon CO2, Energie und nicht erneuerbare Ressourcen. Denn aus gesammeltem PET entstehen neben neuen PET-Flaschen auch Produkte wie Outdoorbekleidung, Zelte und Rucksäcke.
3. Umfassendes Shuttle-Konzept:
Erstmals werden die Gigathleten und ihre Supporter mehrheitlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die umliegenden Wechselzonen transportiert. Dank eines umfassenden Shuttle-Systems können die gefahrenen Kilometer gegenüber früheren Weekend-Gigathlon-Veranstaltungen um 80 Prozent von 450 000 auf 90 000 Kilometer reduziert werden.
Hier finden Sie weitere Details zum Umweltkonzept des Gigathlon. Allgemeine Informationen unter: www.gigathlon.ch.
Der Gigathlon naht, die Stadt Thun ist parat - lesen Sie den Beitrag von Gemeinde- und Nationalrätin Ursula Haller im Olympiablog.