Die Schweiz erlebt in Vancouver «goldene Spiele»
Vancouver, 28. Februar 2010. Mit sechs Goldmedaillen hat die Schweizer Delegation an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver so viele Siege erreicht wie noch nie zuvor an Winterspielen. Dazu gewannen die Schweizer Athletinnen und Athleten drei Bronzemedaillen und 18 Diplomen und haben damit die Erwartungen der Missionsleitung von Swiss Olympic erfüllt.
 Bild: Keystone
«Wir haben hier in Kanada eine grossartige Stimmung, eine hervorragende Organisation und Wettkampfstätten auf höchstem Niveau vorgefunden. Wir haben die von den Organisatoren gebotene Bühne genutzt, um der Schweiz goldene Spiele zu bescheren», sagte Chef de Mission Erich Hanselmann an der Medienkonferenz, die heute Sonntag im House of Switzerland in Vancouver stattfand. Hanselmann lobte insbesondere das tadellos funktionierende Transportsystem und die beiden olympischen Dörfer in Vancouver und Whistler. Lobende Worte fand auch Jörg Schild, Präsident von Swiss Olympic: «Das Führungsteam von Swiss Olympic hat in enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Verbände hervorragende Arbeit geleistet und für die Athletinnen und Athleten ein Umfeld geschaffen, dass es ihnen ermöglicht hat, Top-Leistungen zu erbringen.» «Mit der Qualität der Medaillen bin ich zufrieden»Gian Gilli, der als Headcoach die sportliche Verantwortung für die Schweizer Delegation trug, hatte Anfang Februar das Medaillenpotenzial des Swiss Olympic Team 2010 auf zehn bis zwölf Medaillen eingeschätzt. «Mit der Qualität der Medaillen bin ich sicher zufrieden, mit der Anzahl weniger», sagte Gilli. «Die vielen Diplome und vierten Ränge sind sportlich äusserst wertvoll, für den Medaillenspiegel sind sie jedoch nicht von Bedeutung. Einigen Athleten fehlte das Wettkampfglück.» Die Schweizer Delegation sei nahe dran gewesen an einer noch besseren Medaillenbilanz und das stimme ihn für die Zukunft zuversichtlich, so Gilli. Trotzdem sei es unerlässlich, die richtigen Massnahmen zu ergreifen, damit künftig noch mehr Athleten das Podium besteigen könnten. «Erstaunlich wenige Infekte»Sehr zufrieden ist auch Christian Schlegel, der für das Ärzteteam der Delegation verantwortlich war. «Wir hatten erstaunlich wenige Probleme mit Infekten. Dies zeigt, dass unsere Vorbeugungsmassnahmen gewirkt haben», sagte Schlegel. Der Chief Medical Services lobte zudem die gute Infrastruktur des Veranstalters. Kritisch äusserte sich Schlegel über die «unnötigen Verletzungen» der Bobfahrer und wies darauf hin, dass Schädel- und Hirnverletzungen ein im Sport häufig unterschätztes Problem seien. Weitere Informationen:Erich Hanselmann, Chef de Mission Swiss Olympic Team 2010, Tel. +41 79 622 85 23 Gian Gilli, Headcoach Swiss Olympic Team 2010, Tel. +41 79 644 20 09 Christian Schlegel, Chief Medical Officer Swiss Olympic Team 2010, Tel. +1 604 404 0097
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