«Zürich – Ittigen einfach!»

Erstellt: 21.12.2009

Fünf Jahre lang war die Sporthilfe in Zürich zuhause. Um die Zusammenarbeit mit Swiss Olympic und den Verbänden zu intensivieren, ist die Sporthilfe Ende November ins Haus des Sports nach Ittigen umgezogen. Die Sporthilfe-Geschäftsführerin Catrin Wetzel spricht im Interview über die Veränderung.

Catrin Wetzel, die Sporthilfe hat Ende November ihre Zelte in Zürich abgebrochen und sie neu in Ittigen aufgeschlagen. Was waren die Gründe für den Standortwechsel?

Mit dem Dachverband Swiss Olympic und 15 weiteren Verbänden ist im Haus des Sports in Ittigen ein Kompetenzzentrum für Sport entstanden. Die Sporthilfe gehört ebenso dahin. Näher am «Sport-Geschehen» sein sowie die Bedürfnisse von Athleten und Verbänden besser spüren können, das sind sicher nennenswerte Vorteile des Umzugs. Unser Westschweizer Büro unter der Leitung von Xavier Blanc bleibt aber nach wie vor in Genf bestehen.

Mit dem Umzug ist die vor zwei Jahren beschlossene operative Annäherung der Sporthilfe an Swiss Olympic nun auch räumlich vollzogen. Wie sieht diese Annäherung konkret aus?

Wir haben nun die Möglichkeit, verschiedene Synergien zu nutzen. Gerade im Bereich des Finanzwesens und der IT besteht grosses Potenzial. Um eine noch bessere Effizienz zu erzielen, wurden ausserdem die Bereiche Medien, Kommunikation und Events der Sporthilfe in die entsprechenden Abteilungen von Swiss Olympic integriert.

Die Stiftung Schweizer Sporthilfe bleibt aber bestehen?

Keine Frage! Die Sporthilfe bleibt ein juristisch eigenständiges Unternehmen. Für die Mitglieder, Gönner und Partner der Schweizer Sporthilfe ändert sich durch den Standortwechsel und die operative Annäherung nichts Grundlegendes.

Findet durch das Zusammenrücken der Sporthilfe und Swiss Olympic nicht eine gewisse Verwässerung statt?

Keinesfalls! Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Sporthilfe eine starke Marke ist und dass ihr eine wichtige Rolle im Schweizer Sport zusteht. Durch die Annäherung zu ihrer Stifterin Swiss Olympic kann die Sporthilfe Synergien und Kompetenzen nutzen. Auf die eigentliche Kerntätigkeit beziehungsweise die Wahrnehmung von aussen wird der Umzug keinen Einfluss haben. Die beiden Organisationen haben unterschiedliche Aufgaben, die sich gegenseitig ergänzen.

Hat der Umzug auch einen Einfluss auf die strategische Ausrichtung der Sporthilfe?

Die Gespräche zur künftigen Ausrichtung und Strategie der Sporthilfe laufen. Fakt ist, dass die Sporthilfe, wie schon in früheren Zeiten, künftig noch stärker die individuelle Förderung von Schweizer Sportlerinnen und Sportlern verfolgen soll. Dieser Ansatz wird beispielsweise durch den Erfolg des Patenschaftsprojekts bekräftigt. Die wichtige Bedeutung der Sporthilfe für den Nachwuchssport bleibt dabei zentral.

www.sporthilfe.ch


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