«responsibility.forum»: Nachhaltigkeit im Sport

ÖV statt Privatauto, Recycling- statt Verbrennungsanlage, aufräumen statt liegenlassen: Schweizer Veranstalter setzen bei Sportevents immer mehr Massnahmen zum Schutz von Umwelt und Mensch um – ganz bewusst und gezielt. ecosport.ch, das Umweltprogramm von Swiss Olympic, zeichnete die besten Massnahmen 2009 im Rahmen des responsibility.forum in Luzern aus.

Das sport.forum.schweiz, der Branchentreff fürs Schweizer Sportbusiness, fand am 17. und 18. November 2009 in Luzern statt. An den zwei Kongresstagen diskutierten Experten in verschiedenen Foren über aktuelle Themen im Bereich Sportbusiness und Sportsponsoring. Nach dem Erfolg 2008 wurden die neuen Foren, responsibility.forum.schweiz und medien.forum.schweiz auch in diesem Jahr wieder durchgeführt. Mit der Umweltplattform ecosport.ch engagiert sich Swiss Olympic am responsibility.forum.schweiz, um die nachhaltige Entwicklung und Verbindlichkeiten im Schweizer Sport mit Anspruchsgruppen aus Wirtschaft, Sport und Umwelt zu diskutieren und zu stärken.

Starker Auftritt von Swiss Olympic

Dieses Jahr erfuhren die Teilnehmenden an Vorträgen und Podiumsdiskussionen unter anderem, was hinter dem Begriff «Corporate Social Responsibility» steckt und wie man als Unternehmen oder Sportveranstalter diese gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt und plant. Der gesellschaftliche Druck auf Unternehmen, nicht nur nach einem möglichst grossen monetären Gewinn zu streben, sondern dies möglichst nachhaltig zu tun und auch einen Beitrag an das Sozialkapital zu leisten, wurde in den letzten Jahren immer grösser.

Neben Inputreferaten wurden aber auch ganz konkrete Programme und Umsetzungen von Unternehmen und Sportveranstaltungen präsentiert. Die international tätige humanitäre Organisation «Right To Play» nutzt beispielsweise weltweit Spiel- und Sportprogramme, um von Krieg, Armut und Krankheit betroffene Kinder zu stärken, ihre Gesundheit und Bildung zu fördern und ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. «cool & clean», das grösste nationale Präventionsprogramm im Jugendsport und von Swiss Olympic geführt, wurde als Beispiel vorgestellt, wie ethische Anliegen und die Bedürfnisse von Jugendlichen für alle gewinnbringend kombiniert werden können. Später diskutierte Dany Gehrig, Marketingleiter von Swiss Olympic mit Sponsoringleitern verschiedener Schweizer Grossunternehmen über Art, Sinn und Zweck von Umweltengagements im Sponsoring. Fazit aus dieser Diskussion: Ein ernst gemeintes soziales oder umwelttechnisches Engagement kann auch mit Sponsoringmassnahmen kommuniziert werden. Wenn es aber nur Augenwischerei ist, geht der Schuss ganz schnell nach hinten los. Beendet wurde das responsibility.forum mit der Preisverleihung von ecosport.ch, der Umweltberatungsplattform von Swiss Olympic für Sportveranstalter.

Preisverleihung ecosport.ch

Die Jury der Auszeichnung von ecosport.ch, bestehend aus Vertretern von Swiss Olympic und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU), zeichnete in diesem Jahr elf Veranstalter von Sportevents in der Schweiz aus. Die Gewinner setzten bei ihren Veranstaltungen im vergangenen Jahr überzeugende Massnahmen zum Schutz von Umwelt und Mensch um. Weil der Transport von Menschen und Gütern einen starken Einfluss auf die Umweltverträglichkeit einer Veranstaltung hat, zeichnete die Jury in diesem Jahr gleich sechs Veranstalter mit Kombitickets aus (Start-/Eintrittsgeld kombiniert mit ÖV-Ticket): Weltklasse Zürich, das OL-Weltcupfinale sowie die Kajak-Freestyle-WM wurden gleich zweimal ausgezeichnet. Insgesamt bewarben sich 30 Sportveranstalter aus der ganzen Schweiz mit rund 70 verschiedenen Umwelt-Massnahmen für die Auszeichnung durch ecosport.ch. Die Gewinner teilen sich ein Preisgeld in der Höhe von total 30'000 Franken.