Die Sportmanagement-Ausbildung - das Rüstzeug, um im Sportbereich etwas zu bewegen
Erstellt: 21.02.2011
Im April 2011 beginnt der neue Lehrgang der Sportmanagement-Ausbildung. Marc Ringgenberg, Mitarbeiter bei «cool and clean» und engagierter Fussballer, hat 2010 den Diplomlehrgang in Sportmanagement absolviert und verrät, weshalb es sich lohnt, sich für die Ausbildung anzumelden.
 Marc Ringgenberg bei der Arbeit mit Tennisspielerin Stephanie Vögele...
Marc Ringgenberg, Sie haben im Oktober 2010 die Sportmanagement-Ausbildung abgeschlossen. Bitte erklären Sie kurz, was genau ein Sportmanager macht. Ein Sportmanager schaut, dass die Strukturen in der Sportorganisation, in der er arbeitet, so geschaffen werden, dass Funktionäre und Sportler möglichst gute Voraussetzungen erhalten, um erfolgreich zu sein. Das heisst zum Beispiel, dass sie finanzielle Möglichkeiten, eine gute Infrastruktur zum Trainieren, gutes Material und kompetente Trainer haben. Weshalb braucht es Sportmanager? Sportverbände und –vereine sind meist als Non-Profit-Organisationen aufgebaut – ein Sportmanager ist in diesem Bereich deshalb besser ausgebildet als ein Manager in der Privatwirtschaft. Auch kommen im Sport Sozialkompetenz und zwischenmenschliche Beziehungen noch mehr zum Tragen, weshalb speziell ausgebildete Sportmanager wichtig sind. Zudem wurde der Sport in vergangenen Jahren grundsätzlich professioneller, er hat gegenüber der Privatwirtschaft mehr Gewicht bekommen. Das stellt höhere Ansprüche an jene, die im Sport tätig sind. Aus welchen Gründen haben Sie persönlich die Ausbildung in Angriff genommen? Ich wollte mich weiterbilden und mir – nach meiner vielfältigen Praxiserfahrung – theoretisches Wissen aneignen. Mit der Ausbildung zum Sportmanager konnte ich mich in diesem Bereich auf den neusten Stand bringen. Kurz zusammengefasst: Was haben Sie in der Ausbildung gelernt? Ich lernte, dass Sportverbände und –vereine nicht unterschätzen dürfen, wie wichtig es ist, in Marketingmassnahmen zu investieren, um einen Verein in der Öffentlichkeit bekannt zu machen - trotz häufig sehr knappen finanziellen Ressourcen. Ich habe viel über Organisation gelernt, etwa wie ein Verein aufgebaut sein muss, wie er die Statuten führen muss, was ein Leitbild ist. Auch der Ausbildungsteil über die Ehrenamtlichkeit war wichtig für mich. Damit ein Verein überhaupt funktionieren kann, braucht es ehrenamtliche Mitarbeiter und Helfer. Es ist deshalb wichtig, dass man diese Leute so führt, damit sie motiviert bleiben und sich weiterhin für den Sport einsetzen. Und schliesslich lernte ich in der Ausbildung konzeptionell zu arbeiten.  ...und als leidenschaftlicher Fussballspieler.
Hat die Ausbildung damit Ihren Erwartungen entsprochen? Ja. Ich lernte Theorie, die ich nun in meinem Job bei «cool and clean» in die Praxis umsetzen kann. Gleichzeitig konnte ich meine Praxiserfahrung in die Ausbildung einbringen. Auch der Austausch unter den Teilnehmern war sehr angenehm und es konnten Synergien genutzt werden. So lernte ich beispielsweise einen Vizepräsidenten eines Radclubs kennen, der nun viele Massnahmen von «cool and clean» in seinem Club eingebaut hat. Inwiefern können Sie das Gelernte in Ihrer heutigen Tätigkeit umsetzen? Ich habe nach der Ausbildung beispielsweise in der Ethikabteilung von Swiss Olympic ein Prozesshandbuch erarbeitet. Nun besteht das Projekt, dieses auf Swiss Olympic auszuweiten. Auch für meine Arbeit für den 3.Liga-Fussballclub Sternenberg, für den ich als Leiter Administration in der Geschäftsleitung engagiert bin, konnte ich viele Ideen mitnehmen. Im April beginnt der neue Sportmanagement-Lehrgang – wem würden Sie empfehlen, sich jetzt anzumelden? Allen Leuten, die für einen Verein oder Verband im Sport tätig sind oder die sich für Sportevents engagieren. Weshalb? Weil man gleichgesinnte Leute kennenlernt, die das Interesse haben, im Sport etwas zu bewegen. Und weil man gutes Rüstzeug erhält, um in der Praxis arbeiten zu können. Sportmanagement-Ausbildung: Theoretisches Wissen und Praxisbeispiele
Im April 2011 beginnt der neue Zertifikatslehrgang der Sportmanagment-Ausbildung (Stufe I der Ausbildung des Swiss Sport Management Centers (SSMC)). Daten: • Modul 1: Filzbach, 3. - 8. April 2011 • Modul 2: Freiburg, 27. Juni – 1. Juli 2011 • Modul 3: Ittigen, 10. – 14. Oktober 2011 Anmeldungen werden bis kurz vor Kursbeginn entgegen genommen. Anmeldung und weitere Informationen zur Ausbildung unter www.ssmc.ch. Die Sportmanagement-Ausbildung am SSMC besteht aus einem Zertifikats-, einem Diplom- und einem Masterlehrgang. Die gesamte Ausbildung umfasst zwölf einwöchige Module. Die Absolventinnen und Absolventen vertiefen ihr Wissen in Marketing, Finanz- und Ressourcenmanagement, Organisationslehre, Sportpolitik, Recht und weiteren relevanten Bereichen des Sportmanagements. Dieses theoretische Wissen wird durch Praxisbeispiele immer wieder veranschaulicht. Im Masterlehrgang werden darüber hinaus Konzepte und Methoden der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und deren Bedeutung für das Sportmanagement vermittelt. Das SSMC ist ein gemeinsames Projekt der vier Partner Swiss Olympic, Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen (EHSM), Verbandsmanagement Institut (Universität Fribourg) und Institut de hautes études en administration publique (Universität Lausanne). Alle Partner bringen ihr spezifisches Know-how ein, um eine optimal auf Sportorganisationen ausgerichtete Management-Ausbildung anbieten zu können. Das Ziel des SSMC ist, das Managementwissen in den Schweizer Sportorganisationen zu stärken. Den Absolventen wird wissenschaftlich fundiertes Managementwissen praxisnah vermittelt. Sie erwerben die Fähigkeit, die knappen Ressourcen der Sportorganisationen zielgerichtet und wirtschaftlich einzusetzen und damit ein Optimum an Nutzen für den Sport zu schaffen.
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