Nachwuchskonzept
Erstellt: 20.11.2008
Swiss Olympic koordiniert die nationalen, regionalen und kantonalen Förderkonzepte der Sportverbände und unterstützt diese ideell und finanziell in ihrer Nachwuchsarbeit mit jährlich mit rund 2.5 Millionen Franken. Diese Mittel werden von der Stiftung Schweizer Sporthilfe zur Verfügung gestellt.
Eine qualitativ hochstehende Nachwuchsförderung bildet die Grundlage für zukünftige Erfolge an Olympischen Spielen, Paralympics, Welt- und Europameisterschaften. Auf dieser Basis fordert Swiss Olympic Talents von den nationalen Sportverbänden ein leistungsorientiertes Nachwuchskonzept auf der Grundlage «12 Bausteine zum Erfolg»: - Bewegungsfreundliches Umfeld
- Spitzensport und Schule
- Talentsichtung, Talentselektion und Talentförderung
- Trainer: Aus- und Fortbildung
- Soziale Betreuung - Karriereplanung
- Medizin, Sozialpädagogik, Psychologie
- Regionalisierung und Regionalzentren
- Kadersysteme - Struktur langfristiger Leistungsaufbau
- Wettkampfsysteme - Rolle der Wettkämpfe
- Langfristige Trainingsplanung, Trainingsanalyse und -steuerung
- Kritische Reflexion und wissenschaftliche Forschung
- Finanzierungs- und Förderungsmassnahmen
Liegt ein solches Konzept vor, wird die entsprechende Sportart mit diversen Dienstleistungen von Bund, Swiss Olympic und der Stiftung Schweizer Sporthilfe unterstützt. Mit dem Leitfaden steht den Verbänden ein Hilfsmittel zur Verfügung, ein neues Nachwuchskonzept zu erstellen bzw. ein bestehendes Konzept den neuen (inter)nationalen Tendenzen anzupassen. Die Nachwuchsarbeit in einer Sportart wird aufgrund folgender Kriterien beurteilt: - Umgesetzte Massnahmen im Nachwuchskonzept auf der Grundlage «12 Bausteine zum Erfolg»:
Grundvoraussetzung für eine Beurteilung ist ein an Swiss Olympic eingereichtes leistungsorientiertes Nachwuchskonzept. Die Beurteilung erfolgt anhand des Instruments «Evaluation/Qualifikation eines Nachwuchskonzeptes auf der Grundlage 12 Bausteine zum Erfolg». Die Beurteilung wird jährlich bei der Eingabe der Verbandsplanung vorgenommen. Der Mittelwert der während den vier Jahren erzielten Ergebnisse wird bei der Einstufung der Sportart berücksichtigt.
- Erfolgswirksamkeit der Nachwuchsarbeit im internationalen Vergleich (Weltstandsanalyse)
Die Beurteilung erfolgt aufgrund der erzielten Resultate in der höchsten internationalen Nachwuchskategorie (Junioren-WM oder Junioren-EM) während des entsprechenden Olympiazyklus. In Teamsportarten wird die Schlussrangierung gezählt, bei den Einzelsportarten werden die Anzahl Plätze 1-16 (bzw. 1-8 bei wenig Teilnehmern) für das internationale Ranking berücksichtigt. In begründeten Ausnahmefällen werden die Resultate von jüngeren Nachwuchskategorien berücksichtigt.
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