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Olympia im Spannungsfeld zwischen Idealen und Wirklichkeit

«Citius, altius, fortius», schneller, höher, stärker - so lautet das Motto der Olympischen Spiele. Sein Bestes geben, sich vollständig einsetzen, fair und anständig kämpfen - das ist der Kern der olympischen Idee. Ohne zu betrügen, ohne Doping, ohne unerlaubte Hilfsmittel. Dass sich nicht alle an diese Vorgaben halten, ist bekannt. Hat das Streben nach Rekorden, Bewunderung und Macht den Schauplatz Olympia verändert?

Was meinen Sie dazu?

Kommentare, die rassistisch, diskriminierend, beleidigend sind oder dem Fairplay-Gedanken grob widersprechen, werden umgehend gelöscht – rote Karte!

Kommentar von Vincent Hagin, 11.03.2009 17:37:00

Les valeurs Olympiques n’ont jamais été oubliées. Malgré les quelques intolérables « jeux politiques » et une stigmatisation de certains groupes, elles vivent au travers de leurs acteurs, les athlètes. Le dopage, la triche sont des voies secondaires qui mènent à la crise ;-)

Kommentar von Weber Adi, 11.03.2009 17:50:00

Ich bin gespannt, an welche Stadt das IOC die Sommerspiele 2016 vergibt. Die Qualität spricht für Tokyo, die Lobby spricht für Chicago, mein Herz spricht für RIO DE JANEIRO: Erstmals Olympische Spiele in Südamerika und viel Samba...!

Kommentar von Ole Rauch, 12.03.2009 08:24:00

Das Streben nach Rekorden und Medaillen hat zu schlimmen Auswüchsen geführt und manchmal ist es wirklich schwer zu glauben, dass die hehren Werte noch Platz im Profisport und an Olympischen Spielen haben. Da nützt es auch nichts, wenn das IOC alle 10 Jahre (!!!) einen Kongress zu solchen Themen abhält. Eine laufende, kritische Diskussion wäre nötig.

Kommentar von Nordlicht, 12.03.2009 10:50:00

Medaillen sammeln, Rekorde brechen. Die Olympischen Spiele sind zu einem Schauplatz der «Supermenschen» mutiert. Da staunt man nicht schlecht, wenn diese «Ausnahmetalente» ihren Mitstreitern davon laufen, schwimmen etc. Für meinen Geschmack gibt es mittlerweile zu viele «Ausnahmen». Wo kommen die denn alle her? Was kann der menschliche Körper wirklich leisten. Ich frage mich des Öfteren, ob der schnellste oder der gerissenste Sportler gewinnt? Sport ist immer mehr zu einem Geschäft geworden. Und die attraktivste Werbeplattform gewinnt!?

Kommentar von Christof Kaufmann, 19.03.2009 14:20:00

Vincent hat absolut Recht. Im Sport geht es neben der Dopingproblematik noch um vieles anderes: um Zuschauerzahlen, um Produktewerbung, um Patriotismus, um den Medaillenspiegel, um das Medieninteresse, zu oft auch um Politik. Häufig geht ob all der Nebenschauplätze vergessen, worum es eigentlich geht: um die Athletinnen und Athleten nämlich. Ihre Leistung, ihr Wille, ihr Leiden, ihre Freude sind es, die den Sport zur schönsten Nebensache der Welt machen.

Kommentar von Schmid Gian-Carlo, 02.04.2009 09:46:00

Die Kommerzialisierung des Sports hat ein hohes Mass angenommen. Dies hat seine Licht- und Schattenseiten. Die finanziellen Mittel helfen, die Athleten zu unterstützen, professioneller arbeiten zu können und Leistungen zu verbessern. Dieses "Hochschaukeln" kann aber auch dazu führen, dass der eigentliche Sinn und Gedanke hinter dem Sport vergessen geht. Die Dopingproblematik ist eine dieser negativen Entwicklungen. Die Verbreitung und Verankerung der Olympischen Gedanken und Werte in der Öffentlichkeit ist wichtig, damit der Sport auch im kommerziellen Umfeld seine ursprüngliche Idee nicht verliert.

Kommentar von werner augsburger, 02.04.2009 13:46:00

citius.altius.fortius heisst in meinem verständnis nicht zwingend "schneller.höher.stärker" als mein gegner. für mich bedeutet dies, dass der athlet versuchen muss "citius.altius.fortius" zu sein als in allen bisherigen wettkämpfen. sich selber übertreffen im sinne von streben nach "excellence", einer der wichtigsten olympischen werte.

Kommentar von Oehninger Kyrill, 01.07.2009 20:46:00

Das streben nach Medallien, Rekorden und des Ähnlichen ist nicht verboten. Jedoch sollte jeder Sportler nie aus den Augen verliern, weshalb er als kleiner Junge diesen Sport gewählt hat, nähmlich des Spasses und der Freude wegen. Gewinnen ist das Ziel, das steht ausser Frage aber: "Lieber fair verlieren, als unfair gewinnen!"

Kommentar von Ernst Egli, 26.07.2009 19:26:00

Schön, dass sich Swissolympic für den Schweizersport einsetzt und fördert. Leider vergisst aber der Dachverband des Schweizer Sports die zahlreichen Mitgliederverbände der Nichtolympischen Sportarten. Zur Zeit finden die World Games in Taiwan unter Teilnahme zahlreicher Schweizerteilnehmer statt. Es wurden sogar Medaillen erkämpft, aber Swissolympic meldet diese nicht mal in der eigenen Homepage. Schade für den Goodwill der hier wieder verspielt wird.

Kommentar von Weber Adrian, 27.07.2009 16:49:00

Hallo Ernst: Am 22.7. findest du auf www.swissolympic.ch unter News die folgende Meldung "Schweizer Team mit Fairplay zu Gold. Die Schweizer Tauzieher zeigten bei den 8. World Games im taiwanesischen Kaohsiung Fairplay – und verzichteten im Finale in der 640-kg-Klasse freiwillig auf einen Athleten." Zwar keine Medaillenbilanz, aber dafür ein starkes Beispiel von gelebtem Sportsgeist! Gratulation, diese Goldmedaille schmeckt doppelt!

Kommentar von Kaufmann Christof, 24.08.2009 01:34:00

Der Bericht zu der erfolgreichen Teilnahme der Schweizer Delegation an den World Games findet sich hier: http://www.swissolympic.ch/desktopdefault.aspx/tabid-3299/4325_read-29544/