Hohe Anforderungen an eine mögliche Schweizer Olympia-Kandidatur

Erstellt: 24.01.2011

Ittigen, 24. Januar 2011. An einer Informationsveranstaltung gaben Jörg Schild, Präsident von Swiss Olympic, und Sportminister Ueli Maurer die Anforderungen bekannt, die eine Schweizer Kandidatur für Olympische Winterspiele erfüllen muss.

«Das Wintersportland Schweiz besitzt das nötige Potenzial, um Olympische Winterspiele zu organisieren. Nutzen wir es!», forderte Jörg Schild heute Montag Abend im Haus des Sports in Ittigen die Vertreterinnen und Vertreter von fünf interessierten Regionen auf. Es waren dies Davos/St. Moritz, Genf, Zentralschweiz, Wallis und Bern. Swiss Olympic hatte die Regionen eingeladen, um ihnen die Anforderungen an eine Olympia-Kandidatur bezüglich Sportanlagen, Unterkünften, Verkehrswegen und weiteren Bereichen aufzuzeigen. Der ebenfalls anwesende Sportminister Ueli Maurer nannte die Voraussetzungen, die aus Sicht des Bundes erfüllt sein müssen: «Olympische Spiele in der Schweiz müssen weisse Spiele sein, in einer alpinen Landschaft, mit kurzen Wegen. Der Bund verlangt zudem den Nachweis der Nachhaltigkeit bei Investitionen in die Infrastruktur sowie absolute Transparenz bei der Finanzierung.»

Weitere Referenten waren René Fasel (IOC-Mitglied und Präsident des Internationalen Eishockeyverbandes IIHF), Gian-Franco Kasper (IOC-Mitglied und Präsident des Internationalen Skiverbands FIS), Gian Gilli (Leiter Spitzensport von Swiss Olympic und Chef de Mission der Schweizer Olympia-Delegationen) sowie Hans Babst, Stv. Direktor von Swiss Olympic.

Regionen haben Zeit bis am 31. März

Am 19. November 2010 hatten die Schweizer Sportverbände der Geschäftsstelle von Swiss Olympic den Auftrag erteilt, die notwendigen Voraussetzungen einer Schweizer Kandidatur zu evaluieren. Die interessierten Regionen haben nun bis zum 31. März 2011 Zeit, die Anforderungen zu studieren und Swiss Olympic entsprechende Unterlagen einzureichen. «Die Regionen sollen uns aufzeigen, wie sie den hohen Ansprüchen an einen Austragungsort bezüglich Infrastruktur gerecht werden oder einen Austragungsort unterstützen können», sagt Jörg Schild. Aufgrund der Antworten der Regionen wird Swiss Olympic in enger Zusammenarbeit mit dem Bund eine «Kandidatur Schweiz» vorbereiten, die den Schweizer Sportverbänden am Sportparlament vom 18. November 2011 zur Abstimmung vorgelegt werden soll. Abzuwarten bleibt allerdings, ob am 6. Juli 2011 eine europäische Stadt zum Austragungsort für die Olympischen Winterspiele 2018 gewählt wird. In diesem Fall wäre es nämlich unwahrscheinlich, dass die Winterspiele 2022 erneut nach Europa vergeben werden. Im Rennen für 2018 sind München (D), Annecy (FR) und PyeongChang (KOR).


Weitere Informationen:

Christof Kaufmann, Leiter Medien und Information, Tel. 076 422 03 66


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